Neue Pfarrbüro-Leiterin Ursula Tiete-Hiesgen im Gespräch
Täglich mit dem Rad zur Arbeit

Münster-Gievenbeck -

Sie tritt nach eigenem Bekunden in „riesige Fußstapfen“: Die Rede ist von Ursula Tiete-Hiesgen (kurz Ulla Tiete), die die Nachfolge von Gertrud Gesenhues als Büro-Leiterin im Pfarrbüro St. Michael antrat.

Donnerstag, 16.01.2020, 16:26 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 18:08 Uhr
Sie ist die neue Büroleiterin des Pfarrbüros St. Michael: Ursula Tiete-Hiesgen.
Sie ist die neue Büroleiterin des Pfarrbüros St. Michael: Ursula Tiete-Hiesgen. Foto: Kay Böckling

Über ihre Beweggründe, sich für diese Stelle zu bewerben, ihre ersten Eindrücke und Erwartungen sprach Sie mit unserem Redakteur Kay Böckling .

Frau Tiete, ich bleibe bei Ihrem Namen bei der Kurzform . . .

Tiete: Möchten Sie einen Kaffee?

Nur wenn es keine Mühe macht.

Tiete: Ich lerne ja noch, da muss ich auch wissen, wo ich den Kaffee finde.

Seit wann sind Sie in Gievenbeck tätig?

Tiete: Seit dem 6. Januar.

Was haben Sie zuvor gemacht?

Tiete: Ich habe in diversen IT-Unternehmen und unter anderem zehn Jahre bei der Caritas Münster gearbeitet.

Als was?

Tiete: Ich bin ursprünglich Lehrerin – unter anderem für katholische Religion. Ich bin Mitte der 1980er-Jahtre fertig geworden, als gerade ein Einstellungsstopp in Nordrhein-Westfalen war. Der Sachbearbeiter beim Arbeitsamt meinte: „Telefonieren können Sie ja, und ihre Examensarbeit haben Sie auch nicht mit der Hand geschrieben, sondern mit der Schreibmaschine.“ Also riet er mir, mich in einem Sekretariat zu bewerben. Dabei bin ich geblieben. Ich arbeite jetzt seit 30 Jahren als Assistentin.

Lehrer oder Assistentin – das sind eigentlich grundverschiedene Tätigkeiten. Trauern Sie ihrem gelernten Beruf nach oder haben Sie Ihre Erfüllung gefunden?

Tiete: Ich wäre mit Leib und Seele Lehrerin gewesen und war traurig, als es nicht geklappt hat. Aber ich finde, es ist gar nicht so weit entfernt, Lehrerin oder Assistentin zu sein. Man hat viel mit unterschiedlichen Menschen zu tun. Und im Pfarrbüro kümmere ich mich um deren Anliegen.

Wie sind Sie auf diese Stelle aufmerksam geworden?

Tiete: Durch eine Bekannte. Ich bin auch Mitarbeiterin der Bücherei Liebfrauen-Überwasser. Die Teamsprecherin hat mich auf diese Stelle aufmerksam gemacht. Das vergangene Jahr war beruflich ein sehr schwieriges Jahr. Dann habe ich mich einfach mal beworben.

Sie bekommen ja bald mit André Sühling einen neuen leitenden Pfarrer. Haben Sie ihn schon kennengelernt?

Tiete: Beim Vorstellungsgespräch und in der vergangenen Woche war er mal kurz hier im Büro.

Nun sind Sie schon ein paar Tage hier. Was glauben Sie wird das Schwierigste in ihrer neuen Aufgabe sein?

Tiete: Ich wohne ja nicht in Gievenbeck, sondern im Osten von Münster. Meine Vorgängerin Frau Gesenhues hat das Ganze hier ja fast 30 Jahre geleitet. Sie kennt hier alles und jeden. Man muss ihr nur einen Namen nennen und sie weiß sofort Bescheid. Ich glaube, ich trete da in riesige Fußstapfen. Diese Vernetzung zu bekommen, ist das Schwierigste – weil ich ja auch hier nicht wohne.

Was sind ihre ersten Erfahrungen in Gievenbeck?

Tiete: Total gute: Die Kollegen sind super nett, ich finde es klasse, wie sie mich hier mitnehmen. Aber auch die Menschen, mit denen ich bislang im Büro zu tun hatte, sind sehr nett, sehr offen und auch sehr neugierig. Alle sind wohlwollend.

Wie lange braucht es, bis sie hier beruflich heimisch geworden sind?

Tiete: Gertrud Gesenhues hat einmal gesagt: „Du musst ein Jahr lang alles erst einmal mitgemacht haben.“

Habe ich das eigentlich richtig gelesen, dass Sie täglich von St. Mauritz nach Gievenbeck mit dem Fahrrad anreisen?

Tiete: Ja!

Auch bei Wind und Wetter?

Tiete: Ich bin eine All-Wetter-Fahrerin – und das seit über 30 Jahren. Ich bin ein Mensch, der Bewegung benötigt. Außerdem ist das Radfahren klimaneutral. Ich bin überzeugte Radfahrerin.

Keine Ausnahme?

Tiete: Wenn ich wüsste, dass ich einen wichtigen Termin habe und es schüttet draußen wie aus Eimern, würde ich vielleicht mit dem Bus kommen. Aber ansonsten: Es gibt nicht das falsche Wetter, sondern nur die falsche Kleidung.

Was sind neben dem Radfahren ihre Hobbys?

Tiete: Es gibt so wahnsinnig viele Sachen. Ich lese sehr gerne – hauptsächlich zeitgenössische Literatur, aber auch Sachbücher. Ich stricke gerne, ich jogge und mache Yoga. Ich gehe auch sehr gerne ins Theater.

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