Jubiläums-Interview: 50 Jahre Kita St. Michael III
Startschuss fiel mit Kirchen-Neubau

Münster-Gievenbeck -

Mit dem Bau der Michael-Kirche wurde auch der Kindergarten St. Michael I in Betrieb genommen. Das war vor 50 Jahren. Über das Jubiläum sprach unser Redakteur Kay Böckling mit Pfarrer André Sühling, Pfarrer Daniel Zele, Maria Bruns und Doris Hoeter als Verbundleitung der sechs Kitas in der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser.

Donnerstag, 30.01.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 18:22 Uhr
Über 50 Jahre Kita St. Michael I informierten (v.l.): Daniel Zele, Doris Hoeter, Maria Bruns und Pfarrer André Sühling.
Über 50 Jahre Kita St. Michael I informierten (v.l.): Daniel Zele, Doris Hoeter, Maria Bruns und Pfarrer André Sühling.

Es war einmal – ein Stadtteil, der größenmäßig nicht annähernd mit den heutigen Größenordnungen zu vergleichen ist. Das Wachstum erfolgte dann aber rasant. Kindergartenplätze wurden knapp. Mit dem Bau der Michael-Kirche wurde auch der Kindergarten St. Michael I in Betrieb genommen. Das war vor 50 Jahren. Über das Jubiläum sprach unser Redakteur Kay Böckling mit Pfarrer André Sühling, Pfarrer Daniel Zele, Maria Bruns und Doris Hoeter als Verbundleitung der sechs Kitas in der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser.

 

Frau Bruns, 50 Jahre St. Michael I: War die Kita schon immer an diesem Standort am Besselweg?

 

Bruns: Ja, sie ist hier gebaut worden nachdem die Kirche fertig war. Die Kita wurde wie die Kirche von Prof. Deilmann konzipiert.

Hat sich die Kita in den vergangenen Jahren räumlich verändert?

 

Bruns: Vor zehn Jahren wurde hier komplett umgebaut: Von einem Drei-Gruppen-Kindergarten in eine Zwei-Gruppen-Kindertagesstätte. Auch von der pädagogischen Struktur her haben wir Veränderungen vorgenommen, da wir jetzt nur noch eine Ü3- und eine U3-Gruppe haben.

Warum wurde die Kita vor 50 Jahren überhaupt gebaut?

 

Bruns: Es gab in Toppheide schon eine Einrichtung, nämlich den Michael-Kindergarten. Der war untergebracht in dem Offiziers-Casino, in dem heute das MuM ist. Dann entschloss sich die Gemeinde, einen zweiten Kindergarten zu bauen.

Hoeter: Der ehemalige Pfarrer hat dann entschieden, den Kindergarten direkt an der Kirche St. Michael I zu nennen und der, der schon 20 Jahre älter war, wurde St. Michael II.

Mit wie vielen Gruppen ging die Kita an der Start?

 

Bruns: Mit drei Vormittagsgruppen mit je 29 Vorschulkindern und je einer Erzieherin. Die Öffnungszeit war 42 Stunden. Und es gab zwei Nachmittagtagsgruppen mit je 23 Kindern im Alter von vier bis fünf Jahren und ebenfalls einer Erzieherin – mehr gab es früher ja auch nicht.

Damals hieß das ganze noch „Kindergarten“. Was ist denn der Unterschied zu einer Kita?

 

Bruns: Bei einem Kindergarten gehen die Kinder um 12 Uhr nach Hause, essen dort zu Mittag und können nachmittags wiederkommen. In der Kita sind die Kinder den ganzen Tag dort.

Seit wann ist St. Michael I eine Kita?

 

Bruns: Seit dem Jahr 2010.

Zele: Mit dem Um- und Anbau.

Wie sieht die aktuelle Belegung aus?

Bruns: Derzeit haben wir zwei Gruppen und 31 Kinder: Elf Kinder in der U3 und 20 Kinder in der Ü3.

Wir sprachen gerade von der Kita St. Michael II: Wann ist die umgezogen?

 

Hoeter: Im Jahr 2008 zum Wickenkamp. Am Gescherweg wurde aus St. Michael II eine DRK- und später eine Outlaw-Kita.

Andere Kitas firmieren auch als Familienzentren? Wie sieht es bei St. Michael I aus?

 

Bruns: Michael II und III sind in Kooperation und haben ein Familienzentrum. Als das gegründet wurde, befanden wir uns gerade im Umbau. Dann haben wir uns entschieden, es zu lassen.

Hat sich mit dem Umbau auch konzeptionell etwas verändert?

 

Bruns: Durchaus. Wir hatten ja deutlich mehr Räumlichkeiten. Früher gab es beispielsweise überhaupt keine Nebenräume.

Früher hatten die Gruppen Farben-Namen, wie die „Rote Gruppe“? Auch heute noch?

 

Bruns: Nein, mit dem Umbau gab es einen Cut. Jetzt haben wir eine Sonnen- und eine Sternen-Gruppe.

Wie viele Leiterinnen hat es im Laufe der Jahre gegeben?

 

Bruns: Ich bin die sechste. Ich habe die Leitung 2010 übernommen.

In einigen Kitas gibt es männliche Erzieher. Auch in St. Michael I?

 

Bruns: Haben wir auch schon einmal gehabt. Das war circa vor acht Jahren. Aber dann nicht mehr.

Hoeter: Im gesamten Kita-Verbund der Pfarrei haben wir aber schon einige Männer als Erzieher.

Kommt es mittlerweile vor, dass ehemalige Kita-Kinder ihren eigenen Nachwuchs hier hin schicken?

 

Bruns: Einige meiner ehemaligen Kindergartenkinder kommen in der Tat jetzt als Mamas oder Papas und sagen: „Bitteschön, da hast Du meinen Schatz.“ Das ist doch eine Bestätigung unserer Arbeit. Das ist ein schönes Gefühl.

St. Michael I, II und III – wenn im Oxford-Quartier neue Kitas entstehen, ist dann auch eine Kita St. Michael IV dabei?

 

Sühling: Ich glaube nicht. Wir unterstützen ja als katholischer Träger eine kommunale Aufgabe und haben einen Schlüssel, der besagt: Je nach Gemeindemitglieder-Zahl behalten wir eine bestimmte Anzahl an Kita-Plätzen vor. Mir fehlt zwar aktuell der genaue Einblick, wie viele Kita-Plätze wir eigentlich vorhalten müssten. Aber ich gehe davon aus, dass wir darüberliegen.

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