Erfolgreiches Projekt an der Wartburg-Schule
Street Art kommt bei Schülern gut an

Münster-GievenbecK -

Kunst und Politik ergänzen sich gut, um die Gesellschaft besser kennenlernen zu können. Ein innovatives Projekt zwischen Kunststudenten aus Münster und Gievenbecker Grundschüler geht hier erfolgreiche Wege.

Freitag, 07.02.2020, 10:39 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 18:42 Uhr
An einer Bushaltestelle hatten die Wartburg-Grundschülern viel Spaß bei der künstlerischen Umgestaltung.
An einer Bushaltestelle hatten die Wartburg-Grundschülern viel Spaß bei der künstlerischen Umgestaltung. Foto: Antje Dalbkermeyer / Kunstakademie Münster

Gesellschaftliche Partizipation kann heutzutage nicht früh genug anfangen – am besten auf spielerische und künstlerische Weise. Das dachten sich auch Studenten der Kunstakademie Münster bei ihrem künstlerischen Erprobungstag an der Wartburg-Grundschule.

Unter dem Titel „Nächster Halt-Fantasiewelt“ machten sie gemeinsam mit Kindern aus der Klasse der Wüstenspringmäuse durch künstlerische Veränderungen an unterschiedlichen öffentlichen Orten auf offene Mitgestaltungsoptionen aufmerksam.

Der Kunsterprobungstag ist Teil des seit 2009 von der Diplom-Kulturpädagogin Antje Dalbkermeyer (Kunstakademie Münster) konzipierten, kunstdidaktischen Kooperationsprojekts. Es wird kontinuierlich gemeinsam mit der Lehrbeauftragten Sabine Lenz (Wartburg-Grundschule Münster) theoretisch-praktisch entwickelt und umgesetzt.

Als Verzahnung von Hochschulstudium und Grundschulpraxis werden an der Schule Kunst-Projekttage im Rahmen einer ästhetisch-forschenden Elementarbildung initiiert und reflexiv in den Blick genommen. Hierbei stehen sowohl die individuellen ästhetischen Erfahrungen der Studierenden und Kinder als auch das Miteinander im Mittelpunkt. Angeregt durch die inspirierenden künstlerischen Arbeiten erfahren alle Beteiligten einen Zugewinn für das gesamte Schulleben, heißt es in einer Pressemitteilung von den Projekteilnehmerinnen Antje Dalbkermeyer und Sabine Lenz. So stand dieses Mal der Erprobungstag unter dem Titel „Street Art“ (Straßenkunst).

Unter der Federführung der Studierenden erprobten sich die Akteure in zwei unterschiedlichen Projekten. Da gab es zum einen „Sticker -Orte des Wartens“ mit Theresa Heitfeld, Lara Kaiser, Jasmin Ngondji und Nadja Rich. Hier hatten die Grundschulkinder die Möglichkeit, ihre eigenen bildsprachlichen Mitteilungen als wieder entfernbare Aufkleber in ihrem Umfeld anzubringen.

Die Gruppe „Nächster Halt: Fantasiewelt“ von Adrian Ferdinand, Vivienne Ibach und Lilja Justin setzte derweil ihre Aufmerksamkeit auf eine installative, temporäre Veränderung in einer Bushaltestelle mit selbstgebauten Objekten. Neugierig verfolgten zufällig vorbeifahrende und kommende Passanten das Geschehen.

Begleitet wurden die Projekte von Rabia Caliskan (Fotografie und Video) sowie Linda Geisbe und Leah Morawe (Beobachtungsprotokolle) zur gemeinsamen Nachbesprechung als dokumentarische Reflexion. Ganz im Sinne der ästhetischen Bildung zeigten sich vielfältige Sichtweisen und die Entwicklung eigener sinnlich-leiblicher Ausdrucksformen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Mit großer Begeisterung nahmen die Wartburg-Grundschüler die Botschaft der Kunststudenten auf, Dinge nicht nur hinzunehmen wie sie sind, sondern sich auch kritisch und aktiv an der Mitgestaltung von Gesellschaft zu beteiligen. Als wache junge Bürger.

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