CDU zum Ausbau der Roxeler Straße und der Veloroute
Zweiter Radweg „technisch unmöglich“

Münster-Gievenbeck -

„Nicht nötig und technisch unmöglich“: So langsam aber sicher entwickelt sich die Diskussion um einen zweiten Radweg an der Roxeler Straße zwischen Dingbängerweg und der Albert-Schweitzer-Straße zur unendlichen Geschichte. Nun meldet sich die CDU zu Wort.

Dienstag, 11.02.2020, 18:04 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 18:25 Uhr
Nahmen zur Radweg-Diskussion Stellung (v.l.): Bezirksvertreter Thomas Lilge, Mechthild Neuhaus (Planungsausschuss), Bezirksvertreter Peter Wolfgarten, Walter von Göwels (Ratsherr) und Alfons Neunaus (Ortsunion).
Nahmen zur Radweg-Diskussion Stellung (v.l.): Bezirksvertreter Thomas Lilge, Mechthild Neuhaus (Planungsausschuss), Bezirksvertreter Peter Wolfgarten, Walter von Göwels (Ratsherr) und Alfons Neuhaus (Ortsunion). Foto: Kay Böckling

So langsam aber sicher entwickelt sich die Diskussion um einen zweiten Radweg an der Roxeler Straße zwischen Dingbängerweg und der Albert-Schweitzer-Straße zur unendlichen Geschichte. Nun meldet sich die CDU zu Wort und unterstricht erneut ihre Haltung gegenüber diesem Radweg. „Nicht nötig“ lautet der Tenor. Und eine weitere politische Verschiebung in dieser Angelegenheit über den März hinaus wird es nach Aussage der Christdemokraten nicht geben.

Besagter Radweg – vor etwas über einem Jahr per Antrag von der SPD ins Spiel gebracht – blockiert bereits zwei Verwaltungsvorschläge: den Ausbau der Knotenpunkte und der Roxeler Straße im Bereich der Oxford-Kaserne sowie die Veloroute Münster-Nottuln, die ebenfalls an der Oxford-Kaserne vorbeiführt.

Schon seit September vergangenen Jahres passiert der Ausbau der Roxeler Straße im Bereich der Oxford-Kaserne die politischen Gremien. Das letzte Wort diesbezüglich hat der Planungsausschuss. Aber gerade dort tut man sich mit einer Entscheidung schwer. In der jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche zeigten die Grünen erneut Beratungsbedarf auf. Nun soll es am 19. März zur endgültigen Entscheidung kommen.

„Wir haben mit ganz großen Bauchschmerzen berücksichtigt, dass es erneut Beratungsbedarf bei den Grünen gibt“, sagte am Dienstagmorgen Mechthild Neuhaus, CDU-Mitglied im Planungsausschuss. „Allerdings handelte es sich auch um einen geänderten Beratungsbedarf“, wie sie hinzufügt. Dennoch: „Das ist endgültig das letzte Mal, das sage ich ganz deutlich.“

Peter Wolfgarten, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung (BV) West wiederholte noch einmal den Standpunkt seiner Partei in der BV und erinnerte an Äußerungen eines Parteikollegen: „Thomas Lilge hatte ja deutlich gemacht, dass die Zahl der Bäume, die für den Radweg gefällt werden müssten, die 200 überschreitet. Und den Klimawandel mit der Fällung von 200 Bäumen zu beginnen, das halten wir für abenteuerlich.“

Wolfgarten bediente sich noch einmal der Ausführungen der Verwaltung, die einen Ausbau der vorhandenen Rad- und Fußwegs als ausreichend empfindet – und der auch den zu erwartenden steigenden Nutzerzahlen gerecht werde. Der Eingriff in Natur und Landschaft beim Bau eines zweiten Radwegs sei enorm, von den zu erwartenden Kosten einmal ganz zu schweigen.

CDU-Bezirksvertreter Lilge wies in diesem Zusammenhang auf die enormen Investitionen hin, die getätigt werden müssten: „Es muss Grunderwerb getätigt werden, da nur zwei Flächen – links und rechts des Casinos – der Stadt gehören.“

Walter von Göwels, der für die CDU ebenfalls im Planungsausschuss sitzt, machte aus seiner Sicht deutlich, dass für den zweiten Radweg gar kein Platz vorhanden sei: „Man kann zwar die Bäume fällen, aber man müsste so viele Verschwenkungen machen, die technisch nicht umsetzbar sind.“ Das sei nicht nur durch Gutachter nachgewiesen worden: „Selbst der ADFC hat in Besprechungen gesagt, dass er es nachvollziehen könne. Technisch ist also geklärt, dass es nicht geht.“

Letztlich ging von Göwels auch auf das Zusammenspiel zwischen dm zweiten Radweg und der Veloroute ein: „Wollen wir wirklich über jede 50 Meter der Veloroute streiten? Wir haben dann eine Mammutaufgabe, das hinzubekommen. Und das wäre ein Jahrtausendprogramm.“ Man wolle diese Stadt mobil halten. „Und dann muss ich irgendwann einmal Kompromisse machen.“

Im übrigen verwies von Göwels darauf, dass die Veloroute irgendwann auch verlegt werden könne: „Es ist ja nicht in Stein gemeißelt, dass das 100 Jahre hier so bleibt. Ändert sich die aktuelle Situation, können wir anpassen. Und das ist auch richtig so.“

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