Zwischen Gievenbecker Reihe und Potstiege
Neuer Rad- und Fußweg geplant

Münster-Gievenbeck -

Der Neubau ist seit Jahren gefordert, nun kommt der neue Rad- und Fußweg zwischen der Gievenbecker Reihe und der Potstiege. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau begonnen werden.

Freitag, 14.02.2020, 18:42 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 18:02 Uhr
An dieser Stelle führt der künftige Radweg von der Gievenbecker Reihe in Richtung Potstiege.
An dieser Stelle führt der künftige Radweg von der Gievenbecker Reihe in Richtung Potstiege. Foto: Kay Böckliung

Es ist ein Projekt, das lange in der Versenkung verschwunden schien und nun aus seinem Dornröschenschlaf erweckt wird: Die Rede ist von einem neuen Rad- und Fußweg, der im Zuge der Entwicklung des Oxford-Quartiers zwischen der Gievenbecker Reihe und der Potstiege gebaut werden soll. Diese Verbindung ist seit 1998 im Bebauungsplan festgelegt und war schon des Öfteren Inhalt von vehementen Forderungen von Anwohnern. Jetzt soll es was werden.

Mit besagtem Rad- und Fußweg befasst sich eine umfangreiche Verwaltungsvorlage, mit der sich die Kommunalpolitiker der Bezirksvertretung Münster-West in ihrer anstehenden Sitzung am 27. Februar befassen. Laut Vorschlag aus dem Tiefbauamt entstehen Kosten in Höhe von 220 000 Euro für den Bau des Radwegs sowie 170 000 Euro für das geplante Brückenbauwerk über den Gievenbach.

Der Weg bildet eine Verbindungsachse zwischen den Wohnbereichen rund um die Potstiege sowie der Gievenbecker Rehe. Sie wird weitergeführt über eine Rampe hin zur Sporthalle im Oxford-Quartier. In unmittelbarer Nachbarschaft sollen bekanntlich eine Grundschule sowie mehrere Kitas entstehen. „Durch den Weg wird auch das an der Dieckmannstraße gelegene Gymnasium besser an den Ortsteil Gievenbeck angebunden“, schreibt das Fachamt.

Der neue Rad- und Fußweg soll drei Meter breit und asphaltiert werden. Eine ausreichende Beleuchtung ist vorgesehen. Die Brücke über den Gievenbach ist fast 13 Meter lang bei einer Gesamtbreite von 3,60 Metern und besteht aus Stahl. Die Materialwahl begründet die Stadt mit dem Standort. Bedingt durch den vorhandenen Baumbestand im Schatten gelegen, wäre die Stahlkonstruktion wesentlich dauerhafter, als eine vergleichbare Holzkonstruktion, „die an diesem Standort besonders anfällig für Feuchtschäden und Pilzbefall ist“.

Der Brückenbelag ist laut Fachamt aus glasfaserverstärktem Kunststoff und somit witterungsbeständig. Eine rutschhemmende Oberfläche soll auch bei schlechten Wetterverhältnissen ein sicheres Überqueren gewährleisten. Das Stahlgeländer ist etwa 1,30 Meter hoch.

Die Ausschreibung für alle Gewerke ist nach dem erfolgten Baubeschluss durch die Bezirksvertretung, die in dieser Angelegenheit die Entscheidungsgewalt hat, vorgesehen. „Mit der Umsetzung ist ab dem dritten Quartal 2020 zu rechnen“, schreibt das Tiefbauamt. Zunächst wird die Brücke gebaut, im direkten Anschluss erfolgt der Bau des Schmutzwasserkanals sowie des Geh- und Radwegs.

Den besagten Baukosten in Höhe von von 390 000 Euro stehen laut städtischem Vorhaben Einnahmen in Höhe von 300 000 Euro gegenüber. Die liegen darin begründet, dass es sich bei dem Radweg um eine „förderfähige Maßnahme nach den Richtlinien zur Förderung der Nahmobilität in den Städten, Gemeinden und Kreisen des Landes Nordrhein-Westfalens“ handelt. Den Förderantrag stellte die Stadt 2019.

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