Abholzaktion an der Lindenbreie
„Eine zwingend notwendige Maßnahme“

Münster-Gievenbeck -

Die Stadt verteidigt den Kahlschlag an der Gievenbecker Lindenbreie. Er werde aber nicht von Dauer sein, heißt es, denn Neuanpflanzungen seien geplant.

Mittwoch, 19.02.2020, 18:35 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 18:52 Uhr

Die Stadt Münster hat zu der von Anwohnern heftig kritisierten Abholzaktion an der Lindenbreie Stellung bezogen. Dort waren – wie berichtet – auf einem rund 300 Meter langem Grünstreifen massiv Bäume und Sträucher gefällt worden.

Es habe sich um eine „zwingend notwendige Maßnahme“ gehandelt, unterstrich im Gespräch mit unserer Zeitung Ulrich Kleine-Bösing vom Grünflächenamt. Bereits vor rund 25 Jahren seien auf dem Grünstreifen insbesondere Erlen und Eschen gepflanzt worden. Da bei den Kopfbäumen Totholz und Einmorschungen aufgetreten seien, und auch das Eschentriebsterben festgestellt worden sei, habe die Stadt auf fachkundigen gärtnerischen Rat hin die Aktion an der Lindenbreie vorgenommen. Dies nicht zuletzt auch aus Verkehrssicherheitsgründen.

Verständnis für die Kritik der Nachbarn habe er, sagt Kleine-Bösing. Es sei aber nicht so, dass ein dauerhafter Kahlschlag vorgenommen worden sei: „Es wird Nachpflanzungen geben“, versichert der Fachmann vom städtischen Grünflächenamt.

Prof. Tobias Görge, einer der verärgerten Anlieger, freut sich darüber: Die Ankündigung, dass Neuanpflanzungen stattfinden sollen, sei eine positive Nachricht. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass bei der Durchführung der Abholzaktion davon keineswegs die Rede gewesen sei.

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