Dietmar Hohmann nach schwerer Krankheit gestorben
Trauer um den Soffie-Gründer und Vollblut-Karnevalisten

Münster-Gievenbeck -

Trauer bei der Familie, der KG Soffie, den Freunden und der münsterischen Karnevalsszene: An Rosenmontag verstarb mit Dietmar Hohmann ein Vollblut-Karnevalist nach schwerer Krankheit im Alter von 71 Jahren.

Dienstag, 25.02.2020, 17:48 Uhr aktualisiert: 27.02.2020, 16:02 Uhr
Dietmar Hohmann gab 2016 seine Rolle als „Soffie“ auch aus gesundheitlichen Gründen auf.
Dietmar Hohmann gab 2016 seine Rolle als „Soffie“ auch aus gesundheitlichen Gründen auf.

Der sympathische Gievenbecker , dessen närrische Wurzeln nach Aussage von Soffie-Präsident Christian Hestert bei der Stadtwache liegen, war dem Karneval sehr eng verbunden.

Dietmar Hohmann war es, der die Karnevalsgesellschaft „Sofie von Gievenbeck“ seinerzeit aus der Taufe hob. Die offizielle Gründung datiert aus dem Jahr 1982. Stattliche 22 Jahre bekleidete der KG-Gründer das Präsidentenamt der Gievenbecker Narren.

Als Ulrike Reinhard seinerzeit aus gesundheitlichen Gründen beschloss, als Darstellerin der Symbolfigur der Karnevalisten zurückzutreten, schlüpfte Hohmann in das Kostüm der schrulligen Soffie. Unvergessen die liebevollen Nickeligkeiten, mit denen er und Martin Tümmers als „Tönne“ sich beglückten. Die Soffie mimte er in den Jahren von 2010 bis 2016.

Auch nach seinem Rücktritt als Soffie blieb er der Gievenbecker KG eng verbunden. So engagierte er sich als Vorsitzender des Fördervereins, der sich hauptsächlich um den Nachwuchs kümmert. „Die Kinder waren sein Herzstück, darauf hat er nie etwas kommen lassen“, erinnert sich Hestert. Vor zwei Jahren musste er auch in dieser Funktion kürzer treten.

Für jeden, der Dietmar Hohmann kannte, ist sein Tod ein herber Verlust. Nicht zuletzt natürlich auch für die KG Soffie. Deren Verantwortliche erfuhren von dem kritischen Zustand ihres verdienten Mitglieds am Montagmorgen. „Gegen Mittag hörten wir, dass er eingeschlafen sei“, so Hestert.

Dass die KG dennoch am Rosenmontags-Umzug teilnahm, ging auf den ausdrücklichen Wunsch Hohmanns zurück. „Er war eben ein Vollblut-Karnevalist“, meint Christian Hestert. Entsprechend findet heute auch der geplante Ausklang mit einem Essen statt. „In ganz kleinem Kreis.“

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