Versorgungsarme an der Endhaltestelle Dieckmannstraße installiert
Bald kann der Öko-Strom fließen

Münster-Gievenbeck -

Die Elektrifizierung der Busline 11 steht in den Startlöchern: Im Sommer sollen die ersten E-Busse durch Gievenbeck fahren. An der Endhaltestelle Dieckmannstraße wurden die weiteren Voraussetzungen dafür geschaffen.

Dienstag, 31.03.2020, 17:24 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 18:20 Uhr
Am gestrigen Dienstag fanden weitere Arbeiten für die
Am gestrigen Dienstag fanden weitere Arbeiten für die Foto: Kay Böckling

Die Vorboten wurden bereits Anfang März in Form eines rund 52 Tonnen schweren Trafo-Häuschens installiert. Nach den erweiternden Tiefbauarbeiten machen die Stadtwerke Münster nun einen weiteren und entscheidenden Schritt in puncto Elektrifizierung ihrer Busflotte: An der Bushaltestelle Dieckmannstraße (eine der beiden Endhaltestellen der Linie 11 zwischen Gievenbeck und Tannenhof) war eine Fachfirma am gestrigen Dienstag damit beschäftigt, die beiden sogenannten Ladearme mit einer Versorgungseinheit zu versehen.

Nach Auskunft von Stadtwerke-Pressesprecher Florian Adler werden die ersten Elektro-Busse bereits im Sommer durch Gievenbeck rollen. Die aktuelle Corona-Krise sei derzeit in diesem Zusammenhang nicht spürbar: „Die Arbeiten tangiert das momentan nicht.“ Derzeit seien die Busse zwar noch nicht geliefert. Doch laut Adler befinde man sich voll im Zeitplan.

Vier Elektro-Busse sollen ab dem Sommer im Einsatz sein und die Stadtteile Gievenbeck sowie Mauritz verbinden. Sechs weitere E-Busse sollen im kommenden Jahr die Linienflotte 11 komplettieren. Zehn Busse pendeln dann zwischen Dieckmannstraße und Tannenhof. An letzterer Haltestelle wird im Übrigen keine Versorgungseinheit mit Strom aufgebaut.

An der Dieckmannstraße werden die neuartigen Busse künftig mit Ökostrom versorgt. Nach Auskunft der Stadtwerke-Pressestelle reicht eine relativ kurze Ruhepause an der Dieckmannstraße aus, um – aufgrund einer Leistung von 50 Kilowatt – die Fahrzeuge mit ausreichend Elektrizität zu versorgen. Zunächst geht ein Versorgungsmast in Betrieb. An der Dieckmannstraße soll es perspektivisch bedingt durch den zweiten Lademast auch möglich sein, weitere Busse zu „tanken“.

Insgesamt lassen sich die Stadtwerke den Aufbau der Ladestation rund 800 000 Euro kosten. Aber: Die Kosten werden zu 90 Prozent von der Stadt Münster sowie dem Nahverkehr Westfalen-Lippe gefördert.

„Mit der Elektrifizierung der Linie 11 gehen wir einen weiteren Schritt, um den Busverkehr noch klimafreundlicher zu machen. Unser Ziel ist es, bis 2029 unsere Flotte komplett auf Elektrobusse umgerüstet zu haben“, erklärt jüngst Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke. Dabei plant das Unternehmen auf kürzeren Linien mit Bussen, die dank Nachladung an den Endhaltestellen nur kleine Batterien benötigen. Für längere Linien sind Elektrobusse mit Wasserstofftank und Brennstoffzelle vorgesehen.

Derzeit bietet das Trafo-Häuschen ein eher trostloses Bild. Doch das soll sich ändern. Nach Angaben der Stadtwerke erhält der triste Baukörper einen bunten Anstrich. Wie dieser aussehen könnte, beweist ein Blick in Richtung eines ähnlichen Häuschens am Zoo. Allerdings dürften sich in Gievenbeck andere Motive als die an der Sentruper Höhe dargestellten Tiere finden. Man darf gespannt sein.

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