Uhrenturm-Gebäude im Oxford-Quartier wird Grundschule beherbergen
Architekten sollen Pläne vorlegen

Münster-Gievenbeck -

Es ist der erste Schritt in Sachen Umbau des markanten Uhrenturm-Gebäudes auf dem künftigen Oxford-Quartier: Die Stadt Münster will einen Teil für eine Grundschulnutzung umbauen lassen und dafür einen Architekten-Wettbewerb organisieren.

Dienstag, 05.05.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 18:16 Uhr
Die Umgestaltung des ehemaligen Uhrenturm-Gebäudes auf dem Gelände des künftigen Oxford-Quartiers ist Inhalt eines Architekten-Wettbewerbs.
Die Umgestaltung des ehemaligen Uhrenturm-Gebäudes auf dem Gelände des künftigen Oxford-Quartiers ist Inhalt eines Architekten-Wettbewerbs. Foto: Kay Böckling

Zugegeben: Es war schon eine überraschende Wende in Sachen Umgestaltung des ehemaligen Uhrenturm-Gebäudes auf dem Gelände des künftigen Oxford-Quartiers. Waren sowohl die Kommunalpolitik als auch die Öffentlichkeit bis September des vergangenen Jahres davon ausgegangen, dass die entsprechende Immobilie künftig ausschließlich als eine Art „Haus der Vereine“ genutzt wird, wurden alle Beteiligten in der Sitzung am 26. September 2019 eines Besseren belehrt.

Das Schulamt will das Gebäude nach entsprechendem Um- und Anbau für eine zweizügige Grundschule mitnutzen. Einen entsprechenden Passus in den zuvor verabschiedeten Schriftstücken hatten wohl alle Entscheidungsträger übersehen. Demnach wird nur ein Teil des Hauses für Vereinszwecke nutzbar sein. Gezwungenermaßen stimmten die Kommunalpolitiker dann dem Vorhaben aus dem Schulamt zu. Nun folgt der nächste Schritt.

Auf dem Weg zur Realisierung will die Stadt einen Architektenwettbewerb organisieren. Dieser soll nicht nur den Umbau des Uhrenturm-Gebäudes zum Inhalt haben, sondern auch die „Ertüchtigung der Einfachsporthalle“, wie es in dem Vorschlag des Amts für Immobilienmanagement steht, mit dem sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Münster-West in ihrer nächsten Sitzung beschäftigen. Beginn ist am morgigen Donnerstag um 17 Uhr im Festsaal des münsterischen Rathauses am Prinzipalmarkt.

Verschiedene Kriterien sollen bei der Bewertung der eingereichten Vorschläge eingehalten werden. Da wäre beispielsweise die „denkmalpflegerische Qualität der Gebäudeplanung“, die den Verantwortlichen der Verwaltung offensichtlich am Herzen liegt. Die architektonische Qualität der Planung spielt natürlich auch eine wesentliche Rolle. Stichworte wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit dürfen in der heutigen Zeit in keiner Ausschreibung fehlen. Insgesamt zehn Kriterien will die Stadt erfüllt wissen: „Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Gewichtung dar.“

Entsprechend der Tragweite und Wichtigkeit des Projekts setzt sich das 15-köpfige stimmberechtigte Preisgericht neben Vertretern der örtlichen Politik und Verwaltung auch aus dem Fach-Genre zusammen. Die Juroren kommen aus Den Haag, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Berlin und Heiden.

Das Amt für Immobilienmanagement schlägt vor, einen „nichtoffenen, interdisziplinären Wettbewerb für Architekten (. . .) durchzuführen“. Dadurch erhofft sich die Stadt eine „Auswahl qualitativ hochstehender Lösungen, aus denen durch das Bewertungsgremium die beste Lösung der Planungsaufgabe ausgewählt werden kann“.

Die Teilnehmerzahl wird auf 15 Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten begrenzt. Fünf davon lädt die Stadt ein. Zudem wird die Absicht zur Durchführung des Wettbewerbs in der Fachpresse neben der EUVeröffentlichung bekannt gegeben. Aus dem Bewerberkreis werden weitere zehn Arbeitsgemeinschaften durch Losverfahren bestimmt.

Los geht es – vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien – mit der Bekanntmachung im EU-Amtsblatt (19. Mai). Die Abgabe der Planunterlagen ist für den 22. September terminiert, das Preisgericht soll am 2. Dezember tagen.

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