Genossenschaftliches Wohnen
„Grüner Weiler“ will am Ball bleiben

Münster-Gievenbeck -

Die Verantwortlichen vom „Grünen Weiler“ wollen ihr Vorhaben vom gemeinschaftlichen und genossenschaftlichen Wohnen im Oxford-Quartier weiter verfolgen. Allerdings mussten sie be den Kosten doch ziemlich schlucken.

Montag, 25.05.2020, 17:48 Uhr
Bei der Neugestaltung des Oxford-Quartiers möchte die Wohngenossenschaft „Grüner Weiler“ von Beginn an mit dabei sein.
Bei der Neugestaltung des Oxford-Quartiers möchte die Wohngenossenschaft „Grüner Weiler“ von Beginn an mit dabei sein. Foto: kbö

Der Quadratmeterpreis ist mit 807 Euro zwar ein dicker Batzen, die Verantwortlichen vom „Grünen Weiler“ wollen ihr Vorhaben vom gemeinschaftlichen und genossenschaftlichen Wohnen im Oxford-Quartier dennoch weiter verfolgen. Das ergab die jüngste außerordentliche Mitgliederversammlung, an der sich immerhin rund 80 Prozent der 210 Mitglieder beteiligten. In Corona-Zeiten fand diese Versammlung in digitaler Form statt.

Bekanntlich hat die Stadt Münster – und hier explizit deren 100-prozentige Tochter Konvoy – das sogenannte Baufeld A2 zur Vergabe ausgeschrieben. Das auf dem 9039 Quadratmeter großen Grundstück vorgesehene Konzept umschreibt die Stadt wie folgt: „Neubebauung zugunsten eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts.“

Beim aufgerufenen Kaufpreis in Höhe von 1,3 Millionen Euro mussten die Verantwortlichen des „Grünen Weilers“ einmal „tief schlucken“, wie es Manuela Liebold vom Vorstand des Wohnprojekts formulierte. „Wir wollten uns der Rückendeckung der Mitglieder gewiss sein.“ Und die bekamen die Verantwortlichen. Das digitale Diskussionsforum samt Abstimmungstool ergab, dass die Mitglieder weiter an dem Projekt festhalten wollen.

Nun ist es am Vorstand und dem Aufsichtsrat vom „Grünen Weiler“, der über eine eventuelle Bewerbung für das betreffende Grundstück zu entscheiden hat. „Die Gespräche diesbezüglich laufen“, sagt Lepold. Die Abgabe der Unterlagen habe aber noch ein wenig Zeit: „Bis Mitte Juli.“

Das genossenschaftliche Wohnprojekt soll insgesamt 250 Menschen einen Platz zum Wohnen bieten. Die Finanzierung ist trotz der enorm hohen Forderungen der Stadt laut Manuela Liebold gesichert.

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