Pläne für Areal im Kinderbachtal liegen vorerst auf Eis
Spielplatz-Bau verzögert sich

Münster-Gievenbeck -

Eigentlich sollte bald ein neuer Spielplatz im Kinderbachtal entstehen. Doch statt der Bagger sehen die Anwohner zahlreiche Maispflanzen. Von einem Spielplatz-Bau ist weit und breit kein Zeichen. Die Stadt hat die Antwort auf zahlreiche Fragen.

Montag, 22.06.2020, 17:44 Uhr aktualisiert: 23.06.2020, 17:46 Uhr
In Höhe der Brücke soll im Kinderbachtal ein Spielplatz entstehen. Die Planungen verzögern sich allerdings.
In Höhe der Brücke soll im Kinderbachtal ein Spielplatz entstehen. Die Planungen verzögern sich allerdings. Foto: Kay Böckling

Verwunderung bei zahlreichen Anwohnern und Befürwortern eines neuen Spielplatzes an der Austermannstraße im Kinderbachtal. Nach städtischer Verlautbarung sollte dort spätestens im vierten Quartal mit dem Bau eines solchen Spielplatzes begonnen werden. Doch aktuell wachsen dort Maispflanzen. An Arbeiten ist dort nicht zu denken – geschweige denn an ein neues Spielareal.

Entsprechend überrascht wendeten sich einige Anwohner an die Verwaltung sowie die örtliche Politik und baten um Aufklärung. Erste Ansprechpartnerin war in diesem Fall die örtliche CDU , die die Idee eines solchen Spielplatzes bereits vor mehr als zehn Jahren ins Spiel brachte. Und auch die Kommunalpolitiker zeigten sich verwundet ob der erneuten landwirtschaftlichen Nutzung.

Bezirksvertreter Peter Hamann befürchtete sogar, dass das gesamte Spielplatz-Projekt in der angedachten Form aus finanziellen gefährdet sein könnte: „Aufgrund rasanter Preissteigerungen auch beim Garten- und Landschaftsbau rechnen wir damit, dass bei Verzögerung das geplante Budget für den Spielplatz überschritten wird.“

Hamann erfuhr, dass die Verwaltung gegenüber den Anwohnern die Verzögerungen mit personellen Engpässen im zuständigen Amt für Grünflächen begründete. Diesbezüglich stellte der Christdemokrat eine Anfrage an das Fachamt. „Die Mittel für den Spielplatz sind im Haushalt 2020 zur Verfügung gestellt worden“, stellte Hamann fest. Und er bat um eine zeitnahe Beantwortung der Frage: „Wann wird der Bezirksvertretung Münster-West die Ausführungsplanung sowie die Vorlage zum Baubeschluss vorgelegt?“

Wann besagter Baubeschluss erfolgen kann, kann Heiner Bruns in seiner Funktion als Leiter des Grünflächenamts nicht sagen. Nur soviel ließ er in seiner Antwort an die CDU wissen: „Ein Baubeschluss in der Bezirksvertretung Münster-Wes kann (...) erst erfolgen, wenn die finanzielle Gesamtsituation der Stadt Münster eine Umsetzung der Maßnahme wieder ermöglicht.“

Zum Hintergrund erläutert Bruns, dass die Corona-Pandemie negative Auswirkungen auf den städtischen Finanzhaushalt gehabt habe. Demzufolge stelle man jene Maßnahmen zunächst zurück, „die nicht der unbedingten Daseinsfürsorge oder Verkehrssicherung dienen“. Das Arbeitsprogramm konzentriere sich daher derzeit vor allem auf Sanierungsmaßnahmen an Spielplätzen und Wegen sowie auf bereits begonnene Maßnahmen – unter anderem an Schulen und Kitas.

Obgleich Bruns mitteilt, dass der geplante Spielplatz im Landschaftspark Kinderbach zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden kann, will er an den Plänen festhalten: „Der Spielplatz wird seitens der Verwaltung weiterhin als wichtige und sinnvolle Ergänzung des Spielangebots im Westen der Stadt bewertet. Die Planung des Spielplatzes soll in der zweiten Hälfte des Jahres erfolgen, unabhängig davon, ob eine Deckung der Finanzmittel im Haushalt vorhanden ist.“

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