Martin Lücke kandidiert für den Wahlbezirk Gievenbeck-Süd
Voller Tatendrang in den Rat

Münster-Gievenbeck -

Auf dem Weg in der Rat - vorbehaltlich der ausreichenden Stimmen bei der Kommunalwahl: Dr. Martin Lücke möchte die kommunalpolitischen Interessen seines Wahlbezirks Gievenbeck-Süd vertreten. Im Gespräch stellt er sich vor.

Freitag, 04.09.2020, 18:16 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 17:59 Uhr
Auch der Grüne Finger gehört zu seinem Wahlkreis: Martin Lücke (CDU) möchte in den Rat der Stadt Münster.
Auch der Grüne Finger gehört zu seinem Wahlkreis: Martin Lücke (CDU) möchte in den Rat der Stadt Münster.

Kommunalpolitische Arbeit ist für ihn noch relatives Neuland. Doch der 60-jährige Gievenbecker steckt voller Tatendrang. Die Rede ist von Dr. Martin Lücke , der für den Rat der Stadt Münster kandidiert und die Interessen seines Wahlbezirks Gievenbeck-Süd vertreten möchte. Mit ihm sprach unser Redakteur Kay Böckling auch über seine Ziele.

 

Herr Lücke, Sie kandidieren erstmals für den Wahlbezirk Gievenbeck-Süd. Was macht Ihr Vorgänger?

Lücke: Mein Vorgänger ist Richard Halberstadt. Er kandidiert jetzt für Pluggendorf/Bahnhof und steht für Gievenbeck nicht mehr zur Verfügung. Und ich habe die ehrenvolle Aufgabe, diesen Part übernehmen zu dürfen.

So Sie denn gewinnen. . .

Lücke: Das ist richtig.

Umreißen Sie doch einmal das Gebiet Gievenbeck-Süd, für das Sie zuständig wären.

Lücke: Es endet nördlich an der Von-Esmarch-Straße, südlich reicht es bis zur Aa, auf der östlichen Seite bis zur Roxeler Straße und auf der westlichen Seite bis zum Stadtlohnweg.

Können Sie Ihren politischen Werdegang skizzieren?

Lücke: Ich bin seit 2001 in der CDU Gievenbeck vor Ort aktiv. Ich habe zunächst als Beisitzer mitgearbeitet und bin dann in den Vorstand aufgerückt. Dort bin ich gegenwärtig Schatzmeister – und das auch schon über etliche Jahre. Anfangs habe ich die Tätigkeit von Dieter Sellenriek und Elisabeth Westrup unterstützt, die im Gespann den Stadtteil Gievenbeck mit dem Auenviertel entwickelt und aufgebaut haben. Dort habe ich meine ersten Erfahrungen gesammelt. Ich glaube, dass ich jetzt für dieses Ratsmandat gerüstet bin.

Man darf Sie also – ohne despektierlich zu werden – als politischen Spätstarter bezeichnen. Warum erst jetzt der Einstieg in die parlamentarische Arbeit?

Lücke: Stichwort spät: Besser spät als nie. Und es braucht eine gewisse Vorlaufzeit, um sich in der politischen Szene wohlzufühlen.

Was machen Sie denn beruflich?

Lücke: Ich bin Tierarzt an der Universität Münster.

Ratsarbeit ist sehr zeitintensiv. Wie bringt man das mit dem Beruf als Tierarzt unter einen Hut?

Lücke: Ich bin mir über die Intensität durchaus bewusst. Aber durch Freiräume, die mir im Privaten geschaffen worden sind, habe ich die Möglichkeit, mich hier intensiv um diese Tätigkeit zu kümmern.

Was reizt Sie denn am Einstieg in die Kommunalpolitik? Da geht es ja für Sie vorbehaltlich der Wahl von Null auf Hundert.

Lücke: Es ist insbesondere die Entwicklung des Stadtteils, die mich reizt. Gievenbeck wird sich gewaltig entwickeln. Das betrifft insbesondere das Oxford-Quartier, die Planungen zur Busso-Peus-Straße und zur Steinfurter Straße. Diese Entwicklungen müssen intensiv begleitet werden mit klaren Zielvorgaben: bezahlbarer Wohnraum, Mobilität, attraktiver ÖPNV, digitale Vernetzung und Klimaschutz 2050.

Wie ist es zu Ihrer Ratskandidatur gekommen?

Lücke: Vor zwei Jahren ist man auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich mir vorstellen könne, mich derart zu engagieren. Ich habe sofort ja gesagt. Und es macht mir zunehmend Freude, mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten..

Sie sagten einmal, Sie sehen sich gemeinsam mit Mechthild Neuhaus als weiterer Ratskandidatin vor Ort (Gievenbeck-Nord) als Team. Das bedeutet, dass Sie sich auch außerhalb Ihres Wahlbezirks engagieren wollen?

Lücke: Sehr wohl. Ich sehe uns – sprich Mechthild Neuhaus und mich – als Team. Aber nicht nur uns beide. Dazu kommen ja auch die Bezirksvertreter Peter Hamann und Thomas Lilge. Wir als Team können uns für Gievenbeck stark machen und unsere Anliegen an den entsprechenden Stellen vortragen und durchsetzen.

Wie stehen Sie zum Freizeit- und Familienbad, wie es der politische Gegner fordert?

Lücke: Wir hier in Gievenbeck benötigen ein Sport- und Familienbad in unmittelbarer Nähe, zumal – wie ich weiß – stadtweit eine 50-Meter-Bahn dringend nachgefragt ist. Entsprechend wurde ja auch ein Ratsantrag der CDU in der letzten Ratssitzung gestellt.

Und was ist mit dem von der SPD vorgeschlagenen Standort hinter dem Offiziers-Casino an der Roxeler Straße?

Lücke: Ich habe von möglichen rechtlichen Bedenken gehört, die gegen diesen Standort sprechen. Diese kann ich noch nicht abschließend beurteilen. Der Anschluss über die schon heute stark belastete Roxeler Straße spricht aber gegen diesen Standort.

Wie würden Sie ihr künftiges politisches Hauptanliegen für den Stadtteil formulieren?

Lücke: Mein Engagement für einen ausgewogenen Wohnmix unter ökologischen Gesichtspunkten, wo Familien sich wiederfinden und irgendwann stolz sagen können: „Ich bin Gievenbecker“. Dafür möchte ich die Räume schaffen.

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