Jahreshauptversammlung des 1. FC Gievenbeck: Helmut-Kalthoff-Stiftung künftig im Beirat
Wirtschaftlich geht‘s bergauf

Münster-Gievenbeck -

Der 1. FC Gievenbeck ist auf dem richtigen Weg, in den vergangenen Monaten hat sich eine Menge getan. Das und noch mehr erfuhren die Mitglieder des Vereins auf der jüngsten Versammlung.

Dienstag, 29.09.2020, 17:04 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 18:06 Uhr
Beim FC Gievenbeck hat sich einiges getan. Wirtschaftlich ist man nach Vereinsangaben auf einem guten Weg. Das ergab die jüngste Jahreshauptversammlung.
Beim FC Gievenbeck hat sich einiges getan. Wirtschaftlich ist man nach Vereinsangaben auf einem guten Weg. Das ergab die jüngste Jahreshauptversammlung. Foto: Kay Böckling

Die 72. Mitgliederversammlung beim 1. FC Gievenbeck , besucht von 134 Stimmberechtigten beim Start des Treffens, hatte nicht nur einen besonderen Austragungsort. Auf ihr wurde in der Mehrzweckhalle, die die Einhaltung des gebotenen Abstands ermöglichte, eine nach Wertung von Vereinschef Jörg Rüsing „richtungsweisende Entscheidung“ per Mitgliedervotum getroffen.

In das Kontrollgremium namens Beirat rückt dauerhaft die Helmut-Kalthoff-Stiftung (HKS) mit Sitz und Stimme. Mit der vom ehemaligen Fußballmanager Helmut Kalthoff (72) vor 20 Jahren gegründeten Stiftung, die sich besonders der Nachwuchs- und Ausbildungsförderung im Fußball widmet, erhalte der FCG einen „strategischen Partner“ (Rüsing), mit dem auch eine „infrastrukturelle Förderung“ möglich sei.

Im Club war diese per Satzungsänderung vorgenommene Neuerung nicht unumstritten, die Diskussionen aber hielten sich auf der Versammlung in Grenzen. Rüsing ist überzeugt: „Wir sichern dem FCG eine Riesenchance.“

Der seit Juli 2019 als hauptamtlicher kaufmännischer Leiter tätige Stefan Grädler , der die Geschäftsstelle führt, hat gerade in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und interne Verlässlichkeit dem Club binnen weniger Monate einen neuen Kurs verpasst, der allenthalben gelobt wird. Rüsing attestierte dem früheren Preußen gravierende Fortschritte in Bezug auf „Kommunikation, Organisation und Sponsoring“. Inzwischen gehe es dem 893 Mitglieder starken Club trotz Corona „wirtschaftlich gut“. Das abgelaufene Geschäftsjahr konnte mit einem Überschuss von etwas mehr als 70 000 Euro abgeschlossen werden. Der Schuldenabbau um 49 000 Euro reduzierte das zu bedienende Darlehn auf 243 000 Euro. In spätestens zehn Jahren soll hier die Null stehen.

Der Etat der Serie 2020/21 hält Einnahmen in Höhe von 644 000 Euro und Ausgaben in Höhe von 656 000 Euro fest. Zusatzkosten in Höhe von 130 000 Euro kommen durch den vom FCG zu stemmenden Anteil für den neuen Kunstrasen erst in 2021/22 hinzu. Im aktuellen Etat eingeplant sind alleine 135 000 Euro an Sponsoringeinnahmen (zuvor 90 000), aber auch nur 40 000 Euro an Einnahmen aus dem Gastronomiebereich (statt zuvor 130 000).

Grädler verwies ehrlich-kritisch auf die „vielen Baustellen, die ich hier vorgefunden habe“ und dankte etlichen Mitstreitern, dieselben immer effektiver schließen zu können. „Das zeichnet den Club aus: Diese familiäre Atmosphäre und die Bereitschaft anzupacken.“ Als verbesserungswürdig sind weitere Bereiche und Beziehungen klar benannt. „Auf Dauer ist ein Plus im Controlling wünschenswert“, votierte Grädler für eine langfristig zu realisierende personelle Aufstockung der Geschäftsstelle.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7608606?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
Nachrichten-Ticker