Premiere: Inklusives Tanzprojekt des MuM kommt gut an 
Großes Finale auf der Stubengasse

Münster-Gievenbeck -

Premiere im Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum (MuM) am Gescherweg: Erstmalig wurde dort nämlich ein inklusives Tanzprojekt durchgeführt.

Freitag, 23.10.2020, 19:10 Uhr
Bunte Bänder erschienen in der Tanzperformance als fließende Grenzen.
Bunte Bänder erschienen in der Tanzperformance als fließende Grenzen. Foto: MuM

Um den Tanz drehte sich jüngst alles für eine Woche lang im Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum (MuM) am Gescherweg. Dabei handelte es sich um eine Premiere: Erstmalig wurde dort nämlich ein inklusives Tanzprojekt durchgeführt, initiiert von Cora Georgi , der pädagogischen Leitung des MuM.

Zu dem Thema „Rahmenbedingungen“ war der fünftägige Workshop laut einer Mitteilung der Initiatoren ausgeschrieben, an dem neun Menschen mit diversen körperlichen und geistigen Voraussetzungen im Alter von zwölf bis 54 Jahren teilgenommen haben.

An drei Abenden und zwei ganzen Tagen studierten die beiden Tanzkünstler Linda Waldhoff und Juan Urbina mit der Projektgruppe eine zeitgenössische Tanzperformance ein. „Es wurde gelacht, gesprungen, getönt und diskutiert“, heißt es in der Pressemitteilung.

Am Ende des Projekts führte die Gruppe dann ihre halbstündige Performance auf der Stubengasse in der münsterischen Innenstadt nachmittags vor einem begeisterten Publikum auf. „Das Erleben von Grenzen und Möglichkeiten des Umgangs mit ihnen wurde in Bewegung und Form sichtbar“, schreibt das MuM.

In Soli, Duetten und Gruppentänzen entstanden mithilfe von Rahmen verschiedener Größe und Form sichtbare Grenzen, aber auch Fenster und Zugänge. Bunte Bänder erschienen in der Tanzperformance als fließende Grenzen, aber auch als Möglichkeiten der Verbindung und des gemeinsamen Tanzens. So wurde das Trennende auch zum Ort der Begegnung.

Musikalisch begleitet wurde der Auftritt mit Live-Musik der Musikerin Dorota Konchevska aus Polen, die mit elektronischen Sounds und ihrer jazzigen Stimme eine eigene Klangerlebniswelt eigens für die Performance erschuf.

Gefördert wurde das Projekt von der Stadt Münster und von Aktion Mensch. Es soll ein Auftakt sein zur weiteren Öffnung des MuM für einen inklusiven Ansatz in der Arbeit und die Ermöglichung von Begegnung und Gemeinschaft unterschiedlichster Menschen in Münster.

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