Fachwerk reagiert auf Lockdown
Mittagstisch auch zum Mitnehmen

Münster-Gievenbeck -

Der vegetarische Mittagstisch ist beliebt im Stadtteil. Doch Corona zwingt das Fachwerk zu besonderen Maßnahmen, wenn das Café geschlossen ist. „Mittagstisch to go“ ist die Zauberformel.

Samstag, 07.11.2020, 16:01 Uhr
Bezahlen und Abholen getrennt: So regelt das Fachwerk aktuell den Vegetarischen Mittagstisch.
Bezahlen und Abholen getrennt: So regelt das Fachwerk aktuell den Vegetarischen Mittagstisch. Foto: Fachwerk

Vegetarisch, günstig und damit eine Alternative zu Fast Food und Co., das ist der Mittagstisch im Fachwerk. Montags bis freitags von 12 bis 14 Uhr bietet das Stadtteilcafé ein Gericht mit Salatbeilage an. Bis 14 Uhr ist ein Essen garantiert. Falls das Originalessen ausverkauft sein sollte, gibt es ein Ersatzessen zum reduzierten Preis.

Seit über 20 Jahren Mittagstisch haben laut einer Mitteilung der Verantwortlichen viele Gievenbecker durch den Mittagstisch das Fachwerk, eine Einrichtung des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster, kennengelernt und viele sind seit Jahren Stammgäste. „Besonders Senioren und junge Eltern freuen sich über dieses Angebot, treffen sich hier mit anderen zusammen und tauschen sich aus“, so Alfons Egbert , Leiter des Fachwerks.

Die Pandemie forderte seit März verschiedene kurzfristige Veränderungen. Im Frühjahr musste das Stadtteilcafé bereits ein Mal schließen. Das Essen konnte während des ersten Lockdowns kurzerhand nur noch mitgenommen werden. Nach den ersten Tagen wurden jedoch bereits fast so viele Speisen ausgegeben, wie vor der Pandemie.

Nachdem das Stadtteilcafé wieder öffnen durfte, konnten im Café wegen der Abstandsregeln maximal vier Tische stehen. In dieser Situation entschied das Fachwerk, die angrenzende Tenne zu nutzen, um weitere Tische aufstellen und den vielen Stammgästen einen Platz bieten zu können.

Um die weiteren vorgeschriebenen Hygieneregeln einzuhalten, wurden unter anderem der Zugang und der Ausgang durch ein Einbahnstraßen-Prinzip gestaltet. Der Ablauf im Café hatte sich bereits nach einigen Tagen zwischen den Gästen und den Mitarbeitern des Cafés sehr gut eingespielt.

Durch die aktuelle Corona-Schutzverordnung musste das Stadtteilcafé am 2. November erneut schließen – vorläufig bis Ende des Monats. Das Fachwerk hat kurzerhand das System aus dem Frühjahr wieder umgesetzt: Plexiglas-Scheiben und Schilder aus dem Keller geholt, wieder an die Fenster befestigt und auf „Nur zum Mitnehmen“ umgestellt. An einem Fenster kann bestellt und bezahlt werden. Am anderen Fenster erfolgt dann die Ausgabe der Speisen.

„Den Mitarbeitern ist es wichtig, dass die Ausgabe in Behältern aus Resten der Rohzuckerherstellung erfolgt, die kompostierbar sind“, so Egbert. Eigene Behältnisse dürften aus hygienischen Gründen nicht mitgebracht werden.

Da die Temperaturen kälter werden, haben die Verantwortlichen mit dem Ordnungsamt abgeklärt, dass bei schlechtem Wetter die Ausgabe auch an der Theke erfolgen kann. Dabei darf sich dann eine Person pro zehn Quadratmeter aufhalten.

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