TSC Münster-Gievenbeck beschäftigt drei Jugendliche im Bundesfreiwilligendienst
Genug zu tun – auch mit Corona

Münster-Gievenbeck -

Zahlreiche Jugendliche entscheiden sich vor Studium oder Lehre zu einem freiwilligen Jahr. Einen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) absolvieren mit Hannah Friebel (19), Nele Knappe (19) und Daniel Humbert (18) gleich drei junge Erwachsene beim TSC Münster-Gievenbeck.

Freitag, 13.11.2020, 12:52 Uhr
Die drei BFDler Nele Knappe (v.l.), Daniel Humbert und Hannah Friebel werden betreut von TSC-Geschäftsführer Gerolf Kleinschmidt (2.v.r.).
Die drei BFDler Nele Knappe (v.l.), Daniel Humbert und Hannah Friebel werden betreut von TSC-Geschäftsführer Gerolf Kleinschmidt (2.v.r.). Foto: Kay Böckling

Die Prüfungen sind bestanden, die Abschlüsse haben sie in der Tasche, doch was nun? Zahlreiche Jugendliche entscheiden sich vor Studium oder Lehre zu einem freiwilligen Jahr, sei es im FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) oder als sogenannter Bufdi (Bundesfreiwilligendienst). Letzteren absolvieren mit Hannah Friebel (19), Nele Knappe (19) und Daniel Humbert (18) gleich drei junge Erwachsene beim TSC Münster-Gievenbeck.

Dieses Jahr unterscheidet sich die Tätigkeit seiner Schützlinge durchaus von anderen Jahrgängen, weiß Gerolf Kleinschmidt in seiner Funktion als Geschäftsführer des Gievenbecker Clubs, einer der größten Sportvereine im Stadtgebiet. Kleinschmidt betreut die aktuellen „Bufdis“: „In der Tat fallen verschiedene Aufgaben weg, aber es gibt noch ausreichend zu tun“, sagt der TSC-Geschäftsführer. Demnach entfallen diverse Angebote im Breitensportbereich, in denen die Freiwilligen gern angepackt hätten.

„Ein Grund, warum ich mich für diesen Freiwilligendienst entschieden habe, war, dass ich eigentlich etwas mit Kindern machen wollte“, sagt Daniel Humbert, ehemaliger Stein-Gymnasiast. Zunächst hatte er sich überlegt, an einer Grundschule seinen BFD zu absolvieren. „Ich wollte aber lieber Sportangebote leiten“, meint der Ex-Abiturient, der diesbezüglich schon auf Trainererfahrungen im Fußballbereich zurückgreifen kann. In einem Sportverein konnte er seine Vorstellungen dann doch eher verwirklichen.

Ebenfalls einen sportlichen Hintergrund hat Hannah Friebel, die an der bischöflichen Marienschule Abitur machte. Sie trainierte beim TSC bereits die Handball-Minis. Ihr Ziel war es zunächst, ein FSJ an einer Grundschule in Afrika zu absolvieren. Dann kam Corona, und damit einhergehend gab sie diese Pläne auf. Gut, dass sie durch ihre Trainer-Tätigkeit bereits Kontakt zum Gievenbecker Club hatte, der ihr einen BFD in Aussicht stellte.

Recht spontan ergab sich das Arrangement von Nele Knappe, die sich erst im September dieses Jahres nach einer freien Stelle beim TSC erkundigt hatte. Corona machte ihre eigentlichen Reisevorstellungen zunichte. Auch sie wollte im sportlichen Bereich aktiv werden.

Setzte der TSC Münster seine Freiwilligen bislang auch im Breitensportbereich während der Trainingsstunden als Übungsleiter ein, so entfallen besagte Angebote coronabedingt. Aus diesem Grund werden die BFDler verstärkt auch im offenen Ganztag an Schulen (OGS) tätig. „Die Schulen haben die Pflicht, dort entsprechende Kurse am Nachmittag anzubieten, da die Eltern sich ja darauf verlassen haben, dass eine entsprechende Betreuung gewährleistet ist“, so Gerolf Kleinschmidt. Diesbezüglich betreffe die Zusammenarbeit hauptsächlich die Mosaikschule.

Und wie laufen die Einsätze an der Schule ab? „Man kann sagen, dass es sich hauptsächlich um eine Art Sportspiele-AG handelt“, berichtet Daniel Humbert. Es gebe einen Pool von zehn bis 15 Kindern, die mit den BFDlern in die Halle gehen: „Wir spielen dann Fangen oder verschiedene Ballspiele. Es ähnelt einer regulären Sportstunde ohne den typischen Unterrichtscharakter.“

Um diese Tätigkeit ausüben zu können, sollte ein Kriterium erfüllt sein: Wünschenswert sei es laut Kleinschmidt, wenn ein Übungsleiterscheins vorhanden sei.

Die Aufgaben der drei Freiwilligen beschränken sich aber nicht nur auf sportliche Tätigkeiten. So gibt es auch diverse Büro-Arbeiten, die zu erledigen sind. So gestaltet sich die Pflege der Homepage zumeist sehr aufwändig, wie Daniel Humbert weiß: „Sie muss immer auf dem aktuellen Stand sein.“ Auf diesem Gebiet zeichnet sich nach Auskunft Kleinschmidts Hannah Friebel besonders aus.

 

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