Polizei sucht Zeugen
Mit Gaspistole in Gesicht geschossen

Münster-Gievenbeck -

Gewaltverbrechen an der Dieckmannstraße: Dort soll ein Unbekannter einem Senior mit einer Gaspistole ins Gesicht geschossen haben. Die Polizei verweist auf ein schwebendes Verfahren.

Donnerstag, 07.01.2021, 16:28 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 11:09 Uhr
In der Nähe der Bushaltestelle „Gronowskistraße
der Nähe der Bushaltestelle „Gronowskistraße“ soll es nach Angaben einer Gievenbeckerin sowie ihres Vaters zu einem Gewaltverbrechen gekommen sein. Foto: Kay Böckling

Mit einem Fall von schwerer Körperverletzung befasst sich aktuell die münsterische Polizei und bestätigt damit eine Anfrage unserer Redaktion. Die erfuhr jetzt von einem Vorfall, der sich bereits am 13. Dezember 2020 in der Nähe der Bushaltestelle „Gronowskistraße“ an der Dieckmannstraße in unmittelbarer Nachbarschaft eines Discounters sowie eines Studentenwohnheims abgespielt haben soll.

Die Tochter des Opfers wandte sich zum einen bei ihrer Suche nach möglichen Zeugen an diese Zeitung. Ihre Nachforschungen machte sie allerdings auch in sozialen Netzwerken wie Facebook publik, die dann in diversen Gruppen wie „Du bist Münsteraner“ zu lesen und somit ebenfalls der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurden.

Beim Spaziergang mit dem Hund angegriffen

Der von der Gievenbeckerin dargestellte Sachverhalt soll sich wie folgt an besagtem Datum gegen 19 Uhr abgespielt haben. Demnach habe sich ihr 74-jähriger Vater mit seinem Hund während eines Spaziergangs in Höhe der Bushaltestelle „Gronowskistraße“ in Fahrtrichtung Roxeler Straße „im Hofbereich von den Studentenwohnheimen Caledonia 1 und Caledonia 2“ befunden.

Plötzlich sei ein unbekannter Mann aufgetaucht, der ihrem Vater „unmittelbar mit einer Taschenlampe ins Gesicht blendete“. Dann die eigentliche Tat: Der Auskunft der Gievenbeckerin nach schoss der Unbekannte „zunächst dem Hund und dann dem Opfer aus nächster Nähe mit einer mit Reizgas gefüllten Schreckschusspistole mitten ins Gesicht“. Der Täter sei nach diesem Angriff geflüchtet. „Mensch und Tier erlitten schwerste Verletzungen, die notärztlich behandelt werden mussten.“

Beschreibung des Täters

Der männliche Täter soll zwischen 30 und 40 Jahre alt sein und eine Brille tragen. Auffällig waren laut der Beschreibung „ausgeprägte Geheimratsecken“. Die zunächst benutzte Taschenlampe soll über eine hohe Leuchtkraft verfügt haben.

Ein „ähnlicher Vorfall ereignete sich bereits am 26. Oktober 2020 gegen 18.20 Uhr am gleichen Tatort“, berichtet die Tochter des Opfers. Dort sei der Mann „schon einmal vom vermutlich demselben Täter mit einer Waffe bedroht“ worden: „Dieser verschwand dann in das Gebäude Caledonia 1.“

Die Polizei hat laut einer Sprecherin Kenntnis von diesem Vorfall. Sie verweist allerdings auf die aktuellen Untersuchungen und in diesem Zusammenhang auf in schwebendes Verfahren. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium unter  27 50 in Verbindung zu setzen.

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