Mohamed Kouras besetzt halbe Stelle
Rassismus: MuM fördert Aufklärungsarbeit vor Ort

Münster-Gievenbeck -

Auch heute noch gibt es den Rassismus im öffentlichen Leben - häufig in versteckter Form. Aufklärungsarbeit vor Ort leistet nun das MuM am Gescherweg.

Montag, 25.01.2021, 18:24 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 18:55 Uhr
Das MuM in Gievenbeck verfügt nun über eine halbe Fachkraftstelle für das Thema „Rassismuskritisches Arbeiten“.
Das MuM in Gievenbeck verfügt nun über eine halbe Fachkraftstelle für das Thema „Rassismuskritisches Arbeiten“. Foto: MuM

Rassismuskritisches Arbeiten soll laut einer Ratsentscheidung in Münster vorangebracht werden. Dem Mehrgenerationenhaus und Mütterzen­trum (MuM) wurden in diesem Zusammenhang Mittel für die Koordination rassismuskritischer Arbeit in Gievenbeck zur Verfügung gestellt. Das Kommunale Integrationszentrum unterstützt die Einrichtung am Gescherweg und ermöglichte jüngst die Finanzierung einer halben Fachkraft für ein Jahr.

MuM hat sich entschieden, das Projekt in den kommenden Monaten wie folgt zu gestalten: Zunächst wollen die Verantwortlichen laut einer MuM-Pressemitteilung junge Erwachsenen aller Nationalitäten und Kulturen aus Gievenbeck zwischen 18 und 27 Jahren erreichen, die ihre eigenen Ideen in diesem Zusammenhang einbringen möchten. Zum anderen bietet MuM den Vereinen, Institutionen und Gruppen in Gievenbeck, die sich gerne eine buntere Zusammensetzung ihrer Engagierten wünschen, eine fachliche Unterstützung an. Mohamed Kouras, der die besagte Fachstelle besetzt, will sich in den kommenden Wochen möglichst vielen Menschen in Gievenbeck telefonisch vorstellen.

Kouras verfügt nach MuM-Angaben über einen breitgefächerten Erfahrungsschatz im Bereich „Empowerment für People of Color“. Die Wünsche und Bedarfe der Institutionen wird Kouras in den nächsten Wochen und Monaten ermitteln.

In Gesprächen werde dann gemeinsam nach Lösungen gesucht, die Strukturen verändern könnten oder auch die eigene Haltung reflektieren. „Eins liegt auf der Hand: Gievenbeck wird auf jeden Fall von dem Projekt profitieren, bei Unterstützungsanfragen ist im MuM immer noch ein Weg gefunden worden“, heißt es abschließend.

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