Offenlegung der Planungen für Bebauung am Gescherweg
Platz zum Wohnen und Spielen

Münster-Gievenbeck -

Wo sich aktuell noch das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum (MuM) sowie ein Jugendtreff befinden, entsteht etwas Neues – in dem allerdings auch Bewährtes seinen Platz finden wird. Was genau, ist Gegenstand einer öffentlichen Planauslegung.

Dienstag, 13.04.2021, 17:42 Uhr
So sehen die ersten Planungen für die Neubebauung des 8000 Quadratmeter großen Areals am Gescherweg aus.
So sehen die ersten Planungen für die Neubebauung des 8000 Quadratmeter großen Areals am Gescherweg aus. Foto: Stadt Münster

Das Grundstück ist knapp 8000 Quadratmeter groß. Wo sich aktuell noch das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum (MuM) sowie ein Jugendtreff befinden, entsteht etwas Neues – in dem allerdings auch Bewährtes seinen Platz finden wird. Was genau, ist Gegenstand einer öffentlichen Planauslegung.

Die Rede ist von dem ehemaligen Barackengebäude am Gescherweg 87, wo die Wohn- und Stadtbau nach dem Abriss der Immobilien unter anderem einen Neubau-Komplex mit 61 Wohneinheiten errichtet. Im Zuge der öffentlichen Beteiligung gab es im vergangenen Jahr bereits eine Bürgeranhörung. Nun haben Interessierte die Gelegenheit, sich erneut ein detailliertes Bild von der Bebauung und Nutzung des Areals zu machen.

„Offengelegt werden der Entwurf der vorhabenbezogenen zweiten Änderung des Bebauungsplans mit der Begründung sowie Umweltgutachten und weitere umweltbezogene Stellungnahmen“, schreibt die Stadt dazu in einer Pressemitteilung.

Die Neubebauung besagten Grundstücks ist seit Jahren im Gespräch. Hintergrund: Das Barackengebäude ist das letzte Relikt einer ehemaligen militärischen Nutzung des gesamten Areals im Norden Gievenbecks zwischen Toppheideweg und Gescherweg. Mitte der 1990er-Jahre entstanden dort rund 800 Wohnungen. Die Baracken blieben zunächst erhalten.

Vielfach wurde in der Öffentlichkeit vermutet, bei diesen Gebäuden handele es sich um ein Denkmal. Mit diesem Gerücht räumte das städtische Planungsamt wiederholt im vergangenen Jahr auf, als es die Änderung des damals gültigen Bebauungsplans den zuständigen politischen Gremien zur Beratung vorlegte. Dort sprach die Fachverwaltung der Baracke zwar eine gewisse „historische Bedeutung für die Entwicklung von Gievenbeck“ zu, die allerdings nicht den Kriterien des Denkmalschutzes entspreche.

Einen Zeitplan, wann mit der Realisierung des Projekts zu rechnen ist, gibt es zwar noch nicht. Dennoch sind die Vorstellungen des Entwurfs von Wiencke Architekten aus Dresden, der als Sieger aus einem von der Wohn- und Stadtbau ausgelobten Architektenwettbewerbs hervorging, sehr konkret.

Der Siegerentwurf umfasst einen Wohnungsmix von öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungen. Der Jugendtreff soll nach der Realisierung eine Nutzfläche von 248 Quadratmetern sowie eine Außenfläche von 30 Quadratmetern zur Verfügung haben.

Für das MuM als einem der Ankermieter stehen 315 Quadratmeter Nutzfläche sowie 400 Quadratmeter Außenfläche zur Verfügung. Zusätzlich besteht laut städtischem Presseamt die Möglichkeit, auf der ergänzend einbezogenen Fläche eine Dreigruppen-Kita mit Außenspielfläche zu errichten.

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