Handorf
Krippenweg in Handorf auf den Weg bringen

Montag, 27.10.2008, 23:10 Uhr

Münster-Handorf. Wer eine Reise tut, der hat was zu erzählen, weiß der Volksmund. Das gilt auch für Margret und Peter Freytag – das sie aber von einer Reise zum Laacher See gleich eine Idee zur weihnachtlichen Gestaltung des Stadtteils mitbringen würden, ist doch ungewöhnlich. „Meine Cousine hat mit ihrer Familie dort einen Krippenweg gebaut – dort stehen mittlerweile rund 50 Krippen mitten in der Natur, ein Weg führt daran vorbei und über jeder Krippe hängt ein goldener Stern“, so Freytag. Dabei komme es noch nicht einmal auf die Größe der Figuren an. „Es gibt Krippen, die nur ganz klein sind und an einen Baum genagelt wurden, aber auch wirklich große Figuren.“

Freytag ließ die Idee nicht los und so suchte er sich in Handorf Verbündete, um seinen Plan in die Tat umzusetzen. „Es wäre doch schön, wenn wir so etwas auch in Handorf hätten“, so Margret Freytag.

„Wir haben für den Anfang erst einmal nur fünf Krippen eingeplant – und die haben wir auch schon beisammen“, erklärte Petra Dreher , die sich ebenfalls an der Organisationsarbeit für den Krippenweg beteiligt. Das bedeute aber noch lange nicht, dass nicht noch mehr Krippen gesucht werden. „Es soll ein Projekt für die Handorfer werden – mit Handorfern zusammen.“

Die Idee zur Umsetzung des Krippenweges ist einfach. Die Anlieger sollen entweder ihre Krippen abgeben oder die Ställe selber aufbauen. „Je mehr sich daran beteiligen, desto besser“, so Margret Freytag. Nur wetterfest müssen die Figuren sein, denn sie sollen nachts auch draußen stehen bleiben.

Auch ein Ort für die ungewöhnliche Ausstellung war schnell gefunden: Zwischen Kirche und Pfarrheim sollen die Krippen aufgebaut werden. „Wir wollen dann in der Mitte noch einen Baum errichten, der eben mit vielen Lampen geschmückt wird – das sorgt für Licht“, so Dreher. Zudem sollen die Krippen auch mit Teelichtern oder kleinen Lampen erhellt werden. „Das werden wir aber noch sehen“, so die Organisatoren. Nur ein Tannenbaum konnte noch nicht aufgetrieben werden. „Vielleicht steht bei jemand ja ein Baum im Garten, der gefällt werden soll – wir wären dankbar.“

Dass eventuell Vandalen die Figuren zerstören könnten, bereitet den Krippenfans keine Sorgen. „Es wäre natürlich schön, wenn diejenigen, die uns eine Krippe zur Verfügung stellen, die Figuren nicht unbedingt vermissen, aber wir vertrauen darauf, dass nichts passiert“, ist Margret Freytag zuversichtlich.

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