Jugend-Ausstellung zum Thema Tod
Ein gutes Ende finden

Münster-Handorf -

Die Ausstellung „Ende gut“ findet ein gutes Ende. Noch bis Mittwoch ist diese Auseinandersetzung mit dem Tod in der Pfarrkirche St. Petronilla zu sehen.

Montag, 12.11.2012, 20:11 Uhr

Jugend-Ausstellung zum Thema Tod : Ein gutes Ende finden
Was kommt nach dem Tod? Auch darauf gibt es Antworten in der Ausstellung „Ende gut“ in der St.-Petronilla-Kirche. Foto: spe

Es gibt Kirchenbesucher, die wenden sich gleich nach rechts. Also zum Altarraum, wo es um die Hoffnung geht. Auf blauen Tafeln haben dort Jugendliche ihre Gedanken über den Himmel notiert – das sieht leicht und fröhlich aus. Links unter der Empore hingegen ist hinter einem schwarzen Tuch ein Sarg aufgebaut, ein offener Sarg. Wer mag, kann sich hineinlegen.

Das ist manchen deutlich zu viel. „Gerade für Alt-Handorfer ist das eine echte Herausforderung“, sagt Pastoralassistent Daniel Meyer zu Gellenbeck. „Aber fast alle sagen uns: ,Gut, dass ihr das macht.‘“

Die Jugend-Ausstellung „Ende gut – die Ausstellung zu deinem Tod“ geht ihrem Ende entgegen. Noch bis zum Mittwoch (14. November) ist sie in der Pfarrkirche St. Petronilla zu sehen, dann zieht sie weiter nach Oldenburg und Sendenhorst . Beinahe schade, meint Daniel Meyer zu Gellenbeck; nach einem eher verhaltenen Beginn sei das Interesse an der Todes-Ausstellung zuletzt sprunghaft gestiegen. 15 bis 20 Schulklassen haben sie schon gesehen – und in den vergangenen Tagen seien ständig Besucher in der Kirche anzutreffen: „Jeder hat einen anderen Umgang mit dem Thema Tod. Uns war es wichtig, keinen moralischen Zeigefinger zu erheben.“

Die Gemeinde habe die ungewöhnliche 14-tägige Annäherung an das Thema Tod und Sterben respektiert. „Bisher fiel die Resonanz durchweg positiv aus“, berichtet Pfarrer Jürgen Streuer. „Die Leute in der Gemeinde sind oft ganz erstaunt, dass sich gerade Jugendliche mit dem schwierigen Thema auseinandersetzen“.

Nach der gemeinsam mit der Krisenhilfe veranstalteten Film-Diskussion zum Thema Selbstmord und einem Gesprächsabend zu „Spiritualität als Kraftquelle in Krankheit und Tod“ wird das Rahmenprogramm am 13. November um 19 Uhr mit einem Konzert des Jungen Chors Handorf beendet.

Die Ausstellung ist noch am 13. und 14. November von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 24. November ist sie in der Gemeinde St. Martinus und Ludgerus Sendenhorst zu sehen.

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