Umzug mit gemischten Gefühlen
TSV bezieht neue Geschäftsstelle

Münster-Handorf -

Der TSV Handorf verlässt endgültig sein Vereinsheim am Juffernbach, das demnächst abgerissen wird. Die Geschäftsstelle wird in der Matthias-Claudius-Schule untergebracht, für die übrigen Räume gibt es bislang keinen Ersatz.

Montag, 18.03.2013, 20:03 Uhr

Der Schrank passt schon mal. Doch viel mehr als das Vereinsbüro kann der TSV nicht in der Matthias-Claudius-Schule unterbringen.
Der Schrank passt schon mal. Doch viel mehr als das Vereinsbüro kann der TSV nicht in der Matthias-Claudius-Schule unterbringen. Foto: cro

Die Tische stehen kreuz und quer vor der Geschäftsstelle und dem Vereinsheim des TSV Handorf an der Heriburgstraße. Aus dem Inneren hört man, wie schwere Schränke über den Linoleumboden schleifen. Zwei Vereinsmitglieder mühen sich unterdessen mit einem Computertisch ab. Ganz normales Umzugschaos also.

Der TSV Handorf verlässt endgültig sein Vereinsheim. Nach 18 Jahren. „Dazu gibt es keine Alternative“ so Martin Heep , der erste Vorsitzende des TSV. Die Stadt habe entschieden, dass das Vereinsheim abgerissen werde, um für den Neubau einer Kita Platz zu machen. „Also müssen wir nun das Beste aus der Situation machen.“

Im Klartext heißt das: Rund 30 Mitglieder packen mit an, um das gesamte Material, das sich in den letzten Jahrzehnten angesammelt hat, erst einmal zu verladen. Aber wohin mit den Unmengen von Möbeln, Unterlagen und Erinnerungen? „Vieles kommt in die neue Geschäftsstelle an der Droste­straße“, so der zweite Vorsitzende Ralf Heyer .

Gemischte Gefühle nicht nur beim Vorstand. „Wir waren hier eigentlich immer zufrieden“, meint Heep. Ab und zu sei etwas Wasser durch das Dach gekommen, aber das sei nichts Wildes gewesen. „Wir hätten die Immobilie sicher noch eine ganze Weile gehalten.“ Das viel größere Problem sei, dass es keine Alternative zu dem Vereinsheim gebe. Manche Gruppen konnten gar nicht erst gebildet werden: „Wir können nichts anfangen, was wir aufgrund fehlender Räume nicht fortsetzen können“, so Heep.

In der Zwischenzeit wandert ein Teil des Inventars in einen Lagerraum im Bürgerbad, anderes in die Geschäftsstelle – und vieles auch auf den Sperrmüll. „Das Vereinsleben leidet schon unter solch einer Maßnahme“, erklärt Heep. Und Heyer ergänzt: „Wir hatten eigentlich die Idee, auf dem Sportgelände etwas aufzubauen, denn bis wir neue Räume haben, dauert das erst einmal sicher fünf Jahre.“ Das sei auch nicht gut für den Verein: „Natürlich finden die Besprechungen oder die regelmäßigen Treffen des Vorstandes in der Geschäftsstelle statt. Aber ein Verein lebt nicht nur von der Verwaltung, sondern auch von der sportlichen Seite – und nun müssen wir sehen, wie es weitergeht“, so Heep.

 

»Wir waren hier eigentlich immer zufrieden.«

Martin Heep nimmt ungern Abschied vom alten Vereinsheim
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