Strampeln fürs Hospiz
Radsportfreunde fahren bei ihrer „Tour de Hospice“ gut 18 000 Euro fürs Lebenshaus ein / Sommerfest

Münster-Handorf -

18 185 Euro waren am Ende zusammengekommen. Ein Euro pro Teilnehmer und Kilometer. Mit der „Tour de Hospice“ von Münster nach Berlin hatten 30 Radsportler aus Münster im vergangenen Mai Spenden für das Hospiz Lebenshaus in Münster-Handorf eingefahren. Gleichzeitig wollten sie mit der Spendenfahrt die Sterbebegleitung weiter in die öffentliche Diskussion bringen.

Dienstag, 16.07.2013, 07:07 Uhr

Beim Sommerfest überreichten die Radsportfreunde Münster Franz-Josef Dröge (r.), dem Leiter des Lebenshauses in Handorf, einen Spendenscheck über gut 18 000 Euro. Die Summe hatten sie bei ihrer „Tour de Hospice“ im Mai eingefahren.
Beim Sommerfest überreichten die Radsportfreunde Münster Franz-Josef Dröge (r.), dem Leiter des Lebenshauses in Handorf, einen Spendenscheck über gut 18 000 Euro. Die Summe hatten sie bei ihrer „Tour de Hospice“ im Mai eingefahren. Foto: usch

Das habe gut funktioniert, berichtete Michael Hermes , Vorsitzender der Radsportfreunde Münster , die die Tour organisiert hatten, am Sonntag während des Sommerfestes im Hospiz Lebenshaus . „Es lohnt sich und macht Spaß“, sagte auch Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink (Grüne), die ebenfalls an der Benefiz-Tour teilgenommen hatte.

Die Radsportler überreichten den Spendengutschein am Sonntag im Rahmen des jährlichen Sommerfestes. Der Leiter des Hauses, Franz-Josef Dröge , bedankte sich herzlich. Das Lebenshaus sei auf die Spenden angewiesen, da das Hospiz 30 Prozent der Kosten selbst aufbringen müsse.

»Jeder kann selbst entscheiden, wie nah er das Thema an sich heranlassen möchte.«

Franz-Josef Dröge, Hospiz Lebenshaus

Zum Sommerfest kommen jedes Jahr ehemalige Angehörige, Förderer und Unterstützer des Hauses, aber auch viele Interessierte, um gemeinsam mit den Hospiz-Bewohnern zu feiern. Das Fest biete einen schönen Rahmen, um das Lebenshaus kennen zu lernen, sagte Dröge. „Jeder kann selbst entscheiden, wie nah er das Thema an sich heranlassen möchte, ob er einfach im Garten einen Kaffee trinken oder eine Führung durch das Haus mitmachen möchte“, so Dröge. Immer wieder erfahre er, wie wichtig dieser Austausch sei: „Viele sagen, dass sie zwar schon über uns gelesen haben, aber erst durch den Besuch erfahren haben, wie es hier zugeht“, sagte er. Er wolle zeigen, dass der Alltag im Hospiz keineswegs bedrückend, traurig oder steril sei, sondern normal, locker und oft fröhlich.

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