Sternsinger sammeln in Münster-Ost
Königliche Hilfsbereitschaft

Münster-Ost -

Rund 90 Kinder aus den drei Teilen der Gemeinde St. Petronilla zogen von Haus zu Haus und sammelten Geld für Hilfsprojekte in Honduras und Südafrika. Sie wurden freundlich aufgenommen und sammelten einige Tausend Euro. Einziger Wermutstropfen: In Handorf nimmt die Zahl der Aktiven ab.

Dienstag, 07.01.2014, 07:01 Uhr

Nach dem Gottesdienst in St. Petronilla wurden die Sternsinger auf den Weg geschickt.
Nach dem Gottesdienst in St. Petronilla wurden die Sternsinger auf den Weg geschickt. Foto: mfe

33 Mädchen und Jungen sind in den vergangenen Tagen als Sternsinger durch Gelmer gezogen. Sie haben als Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet die Häuser gesegnet und Spenden gesammelt.

2552 Euro kamen so in den Spendendosen zusammen. Geld, das nun der St.-Elisabeth-Schule in einem Armenviertel der Stadt El Progreso in Honduras zur Verfügung gestellt wird. Wolfgang Steinhausen, der das Projekt leitet, freute sich über die Unterstützung dieser Schule, die 450 Schülern zwischen zwölf und 18 Jahren eine Ausbildung ermöglicht. Als Dankeschön überreichte er den Kindern nach dem Gottesdienst in der St.-Josef-Kirche ein kleines Kreuz.

Annegret Schürmann hatte sie Sternsingeraktion in Gelmer koordiniert. Sie freute sich über die gute Beteiligung und auch über die ungebrochene Spendenbereitschaft der Gelmeraner: „Die Sternsinger sind überall sehr nett empfangen worden.“ Auch im Gemeindeteil Dyckburg sei für die Schule in Honduras gesammelt worden. Dort sei noch einmal etwa die gleiche Summe zusammengekommen.

In der St.-Petronilla-Kirche in Handorf feierte Pfarrer Jürgen Streuer mit rund 30 Sternsingern den Aussendungsgottesdienst. Die prachtvoll verkleideten Kinder zogen bis zum Dreikönigstag durch den Stadtteil: acht Gruppen durch den Ort, zwei durch Kasewinkel. Auch sie schrieben den Segen an die Häuser und sammelten Spenden für Kinder, denen es nicht so gut geht. „Unser Geld geht an eine Jugendhilfeprojekt im südafrikanischen Kleinkrantz“, berichtete Pastoralreferent Hans-Dieter Sauer . Dort lebe die ehemalige Handorferin Monika Bertels, die sich als Sozialarbeiterin um Kinder aus verwahrlosten Familien kümmere. Finanzielle Unterstützung werde dabei dringend benötigt, versicherte Sauer.

Sauer dankte bei der Sternsingeraktion vor allem den Firmlingen, welche die teils sehr jungen Heiligen Könige – unter ihnen waren diesmal auch Erstklässler – auf ihren Touren begleiteten.

In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Sternsinger spürbar zurückgegangenen, bedauerte der Pastoralreferent. Woran das liege, lasse sich nicht erklären: „Das ist der Trend.“ Vor wenigen Jahren seien allein in Handorf noch mehr als 50 Kinder unterwegs gewesen, mittlerweile habe sich die Zahl bei etwa 30 Kindern in jedem Gemeindeteil eingependelt.

Alle Häuser in Handorf und der ländlichen Umgebung zu besuchen, sei deshalb leider nicht möglich. Wer die Projekte dennoch unterstützen möchte, könne sich jederzeit an das Pfarrbüro werden.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Sternsinger zurückgegangen.

Hans-Dieter Sauer
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