Betreiberverein favorisiert Neubau statt Sanierung
Kommt ein neues Bürgerbad?

Münster-Handorf -

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass in einigen Jahren ein neues Bürgerbad Handorf gebaut wird. Das wurde bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins deutlich.

Dienstag, 08.04.2014, 01:04 Uhr

„Wir tun alles, um ein Bürgerbad in Handorf zu erhalten, und ein Neubau ist nach unserer Meinung die vernünftigste Lösung“, sagte Ralf Thaleiser. Der Vorsitzende des Betreibervereins sprach bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins – die Strukturen sind eng verknüpft. Zumal es beim wichtigsten Thema vor allem ums Geld geht.

Denn viel Geld müsse für das Bürgerbad in jedem Fall in die Hand genommen werden, rechnete Thaleiser vor. Es gebe nur zwei Alternativen: Sanierung oder Neubau. Wobei die Sanierung etwa 2,5 Millionen Euro kosten würde, während ein Neubau für drei Millionen Euro zu haben wäre – vorausgesetzt, die Stadt stellt das Grundstück und die In­frastruktur zur Verfügung. Bei einem Neubau würde man mit einem Grundstück von 2500 Quadratmetern auskommen, während derzeit rund 6000 Quadratmeter blockiert seien. Die ließen sich, wenn das derzeitige TSV-Gelände überplant werde, sinnvoller für eine Wohnbebauung nutzen.

OstFördervereinB-066

Auch der scheidende Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Alwin Binder (3.v.l.), sieht in einem Neubau Vorteile. Sein Nachfolger wurde Dr. Heinrich Ahlemeyer (3.v.r.). Renate Prause, David Mertens, Sandra Bellmann und Willi Beismann (v.l.) gratulierten.

Bei einem Neubau gäbe es auch keinen Ausfall des Schwimmbetriebs für rund ein Jahr wie bei einer Sanierung, sagte der scheidende Fördervereins-Vorsitzende Dr. Alwin Binder in seinem Jahresrückblick. Die beiden großen Parteien würden die Idee eines Hallenbad-Neubaus östlich der Hobbeltstraße unterstützen. TSV Handorf und Bürgerbad könnten dann quasi gemeinsam umziehen.

Ein Neubau ist nach unserer Meinung die vernünftigste Lösung.

Ralf Thaleiser

Martin Heep und Ralf Heyer vom TSV-Vorstand signalisierten Gesprächsbereitschaft. „Wir haben ja auch eine Schwimmabteilung“, sagte Martin Heep, „insofern hätten wir schon Interesse an einem Neubau des Hallenbads. Grundsätzlich ist die Fläche groß genug, um auch ein Hallenbad zu integrieren.“

Nicht nur über Zukunftspläne, auch über den gegenwärtigen Stand des Badebetriebs wurde gesprochen. Themen waren etwa eine Erhöhung der Wassertemperatur für die Wassergymnastik, die Verständigung der Mitglieder bei Unterbrechung des Schwimmbetriebs durch technische Probleme sowie Kontrollmöglichkeiten für den Einlass. Ralf Thaleiser nahm zu allen Punkten Stellung und versprach Abhilfe, soweit möglich. „Das Bad ist heute sauberer als früher bei der Stadt“, sagte eine Anwesende und fand damit allgemeine Zustimmung.

Nach zwei Jahren Amtszeit stellte sich Dr. Alwin Binder nicht zur Wiederwahl. Dr. Heinrich Ahlemeyer wurde einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Stellvertretender Vorsitzender ist weiterhin Willi Beismann, ebenso bleiben Schatzmeister David Mertens und Schriftführerin Sandra Bellmann im Amt. Als Beisitzerin wurde Renate Prause neu in den Vorstand gewählt.

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