Diskussion über den Umzug des Vereins
TSV: Große Lösung in Gefahr

Münster-handorf -

Der TSV Handorf wird umziehen: auf die Fläche östlich der Hobbeltstraße. Der Flächennutzungsplan wurde entsprechend geändert. Das Problem: Laut diesem Plan soll das Bürgerbad bleiben, wo es ist. Damit wären TSV und Bürgerbad getrennt – und ein Neubau wohl hinfällig.

Dienstag, 20.05.2014, 08:05 Uhr

So stellt sich der Architekt die neuen Sportanlagen des TSV Handorf vor. Dem Verein wäre es am liebsten, wenn auch das Bürgerbad mit umziehen könnte, aber das sieht der geänderte Flächennutzungsplan nicht vor.
So stellt sich der Architekt die neuen Sportanlagen des TSV Handorf vor. Dem Verein wäre es am liebsten, wenn auch das Bürgerbad mit umziehen könnte, aber das sieht der geänderte Flächennutzungsplan nicht vor. Foto: TSV Handorf

Dem TSV Handorf und seinen Mitgliedern wäre die „große Lösung“ am liebsten: Der Verein zieht mit seinen sämtlichen Sportanlagen vom Kirschgarten auf die Fläche östlich der Hobbelt­straße um und nimmt dabei auch gleich das Bürgerbad mit. Platz genug sollte vorhanden sein – auch für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses sowie für die Ansiedlung eines weiteren, von vielen Dorbaumern gewünschten Lebensmittelmarktes.

Diese Idee findet auch in der örtlichen Politik viel Zustimmung – bei einer Mitglieder-Information im Haus Münsterland wurde nun darüber beraten. Thema der Aussprache: „Was wollt ihr für den TSV? Wo wollen wir 2020 stehen?“

Die von den Vorsitzenden Martin Heep und Ralf Heyer geleitete Versammlung begann indes gleich mit einem Dämpfer: Die „48. Änderung des fortgeschriebenen Flächennutzungsplans “ hält offenbar nichts von einer „großen Lösung“. Er sieht nämlich vor, dass das Bürgerbad an Ort und Stelle bleibt und dort Bestandsschutz genießt, womit sich Neubaupläne erledigt haben dürften. Außerdem ist die Fläche nördlich des Lammerbachs ausdrücklich für „Wohnbebauung“ vorgesehen. Platz bliebe dann nur noch für das Regenrückhaltebecken und das neue Feuerwehrgerätehaus.

„Bitte keine Wohnbebauung auf dieser Fläche“, meint dazu Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek. „Wir holen uns doch auf diese Weise die Probleme wieder ins Haus, die wir am alten Standort hinter uns lassen.“ Schließlich sei doch gerade die Nähe zwischen Gerätehaus und Wohnbebauung am Feuerwehrstandort Heriburgstraße so problematisch. Und auch die Sportflächen mit ihren Licht- und Lärmemissionen befänden sich dann wieder nur einen Steinwurf von den Nachbarn entfernt.

Der TSV wäre überdies an einem Neubau des Bürgerbads direkt neben seinen Sportanlagen sehr interessiert. Schließlich gehört er zu den Stammvereinen der „Startgemeinschaft Schwimmen“ und nutzt daher regelmäßig das Bad. Das in die Jahre gekommene Hallenbad muss nach Auskunft des Betreibervereins bald saniert werden – während ein Neubau nur unwesentlich teurer wäre (WN, 8.4.). Für den Neubau scheint auch zu sprechen, dass am alten Standort eine über sechs Hektar große einheitliche Fläche für die Wohnbebauung frei würde.

Auch aktuell gibt es Handlungsbedarf. Der TSV benötigt dringend ein Interims-Vereinsheim – und verhandelt derzeit mit dem Sportamt über Container auf der Bürgerbad-Wiese. „Unsere Demenzgruppe, aber auch andere Gymnastikgruppen benötigen Räume“, erinnert Heep an die Raumnot des TSV seit Abriss des Vereinsheims. Allein für das Kinderturnen gebe es mehrere Wartelisten. 

Bitte keine Wohnbebauung auf dieser Fläche

Martina Klimek
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