Spielfreudiges Quartett in der Dyckburg-Kirche
Musik großer Seeschlachten

Münster-Dyckburg -

Sir Francis Drake, Held im englischen Seekrieg gegen Spanien und Seeräuber, wurde für seine Künste als Freibeuter von Elisabeth I. geadelt. Der derart angesagte Edelmann soll Instrumente seiner Zeit an Bord seiner Kaperschiffe gehabt haben – mehrere Violen da Gamba, auf dem Knie zu spielende Vorläufer heutiger Geigen, Violen und Celli.

Montag, 30.06.2014, 08:06 Uhr

Das Quartett Duarte Consort mit (v.l.) Gisela Uhlen-Tuyala, Haruno Ikeda-Sprotte, Heike Sierks und Vera Frey (Gesang) bot Musik aus der Zeit der großen britischen und spanischen Seeschlachten dar.
Das Quartett Duarte Consort mit (v.l.) Gisela Uhlen-Tuyala, Haruno Ikeda-Sprotte, Heike Sierks und Vera Frey (Gesang) bot Musik aus der Zeit der großen britischen und spanischen Seeschlachten dar. Foto: reg

Diese Überlieferung nahmen die vier Musikerinnen des Duarte Consort, Vera Frey (Gesang), Heike Sierks (Bass- und Diskantgambe), Haruno Ikeda-Sprotte (Bass- und Altgambe) und Gisela Uhlen-Tuyala (Bassgambe, Pardessus de Viole ) am Sonntagabend zum Anlass, ihr Publikum mit Kostproben englischer und spanischer Kompositionen der Zeit und eingestreuten Erläuterungen zu erfreuen.

Sie setzten damit die Reihe der „Dyckburger Konzerte“ in der Barockkirche St. Mariä Himmelfahrt in Dyckburg fort, die Uhlen-Tuyala seit 2010 organisiert. Wieder bot die schmucke kleine Kirche, die in ihrem ursprünglichen (vorderen) Teil von Johann Conrad Schlaun als Loreto-Kapelle erbaut worden war und erst später durch den Kuppelbau erweitert wurde, den perfekten Rahmen für die dargebotene Musik aus Renaissance und Barock. Kurze Liedpassagen und Teile sogenannter „Broadside Ballads“ (gesungene Kunde neuester Ereignisse und Vorläufer der Tagespresse) sowie Instrumentalstücke englischer und spanischer Komponisten kamen in einer sehr gelungenen Auswahl zu Gehör. Ausgewählt wurden unter anderem Stücke von Henry Purcell, Tobias Hume, William Byrd, Diego Ortiz oder Juan Vazquez.

Die hohe Spielfreude des Ensembles auf den alten Instrumenten verstärkte noch die Zeitreise in die so typisch geistvoll verfeinerte, oft aber auch heiter lustvolle Musik und Kunst dieser Zeit. Ein gelungenes Konzert, dem bis November monatlich weitere Konzerte folgen werden.

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Nächster Termin ist der 20. Juli (Sonntag) um 17 Uhr. Dann gibt es „Fine Knacks fr Ladies“, Lieder von John Dowland mit Renata Grunwald (Sopran) und Ingo Negwer (Renaissancelaute).

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