Neujahrsempfang im Offiziersheim
Unteroffiziersschule: Der Abschied beginnt

Münster-Handorf -

Mitte 2016 wird die Lehrgruppe B der Unteroffiziersschule des Heeres aus Handorf abrücken. Beim Neujahrsempfang im Offiziersheim unterstrich Kommandeur Oberstleutnant Arzbach, wie sehr sich der Soldatenalltag verändert habe.

Dienstag, 20.01.2015, 07:01 Uhr

Neujahrsempfang im Offiziersheim: Oberstleutnant Klaus Arzbach (l.) begrüßt die zahlreichen Gäste.
Neujahrsempfang im Offiziersheim: Oberstleutnant Klaus Arzbach (l.) begrüßt die zahlreichen Gäste. Foto: reg

„Der Abschied beginnt!” Mit diesen Worten begrüßte Oberstleutnant Klaus-Dieter Arzbach , Kommandeur der Lehrgruppe B der Unteroffiziersschule des Heeres, die Gäste aus Politik, Verbänden und militärischen Dienststellen zum vorletzten Neujahrsempfang im Offiziersheim an der Lützowkaserne. Die Lehrgruppe B wird mit den Lehrgruppen A und C in Delitzsch zusammengefasst. Eigentlich wollte man schon längst in Sachsen sein, so Arzbach; doch es werde wohl Mitte 2016, bevor das gesamte Ausbildungs- und Logistikpersonal der Lehrgruppe B – am Standort Handorf etwa 100 Personen – dort endgültig angekommen sei. Nachfolger am Standort Handorf wird das Deutsch-Niederländische Korps (WN, 15.1.).

Der im vergangenen Sommer endgültig geplatzte JVANeubau auf dem Truppenübungsplatz war beim Neujahrsempfang nur inoffiziell ein Thema. Arzbach erklärte, er selbst sei nicht in den Entscheidungsprozess eingebunden gewesen. Die übende Truppe wäre allerdings seiner Einschätzung nach durch ein Gefängnis stark eingeschränkt worden. „Unsere Schieß-Übungen sind mit großem Lärm verbunden, wir hätten das JVA-Gelände sehr großräumig meiden müssen – das wäre nicht akzeptabel gewesen.” Das Thema sei abgeschlossen.

Drei Monate dauert die Unteroffiziersausbildung in Handorf, an der im vergangenen Jahr insgesamt 480 Soldaten teilnahmen. Für sie werden die Wege demnächst weiter, doch das sei längst Alltag in der seit einigen Jahren massiv umstrukturierten Bundeswehr. Durchschnittlich vier Monate verbringe ein Militärangehöriger im Einsatz, getrennt von Familie und Zuhause. Beweglichkeit sei oberste Pflicht für die Angestellten der Bundeswehr. Den Familienbetreuungszentren und dem Militärpfarramt kommen wichtige Rollen zu.

Unter den Gästen war auch der künftige katholische Militärpfarrer Ulrich Witte, der am 1. Februar seinen Vorgänger Andreas Ullrich ablösen wird. Witte zählt rund 4000 Mitglieder in seiner neuen Gesamtgemeinde. Der seelsorgerliche Schwerpunkt liege beim Militär anders als in einer herkömmlichen Gemeinde, erklärt der Pfarrer. „Hier geht es um konkrete Hilfe in bestimmten Lebenssituationen.” 

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