Tempo 50 auf der ganzen Strecke
Sudmühlenstraße: Politik drosselt das Tempo

Münster-Sudmühle -

An mehreren Stellen im Stadtgebiet will die Stadt die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduzieren. Im Bezirks Münster-Ost betrifft das die Gittruper Straße – und vor allem die Sudmühlenstraße in Höhe des Westfälischen Pferdezentrums.

Mittwoch, 04.03.2015, 10:03 Uhr

Rund um die Einfahrt des Westfälischen Pferdezentrums darf zurzeit noch 70 gefahren werden. Das wollen Politik und Verwaltung ändern.
Rund um die Einfahrt des Westfälischen Pferdezentrums darf zurzeit noch 70 gefahren werden. Das wollen Politik und Verwaltung ändern. Foto: reg

„Die Verwaltung wird gebeten, auf der Sudmühlenstraße zwischen Hausnummer 16 und 60 die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer zu begrenzen.“ So hat es laut Protokoll die Bezirksvertretung Münster-Ost vor rund einem Jahr beschlossen. Und so wird es nun aller Voraussicht nach bald umgesetzt: Bei ihrer nächsten Sitzung am 12. März berät die BV Ost über die entsprechende Verwaltungsvorlage (WN, 20.2.).

Sudmühlenstraße 16 bis 60: Es handelt sich um die ersten 600 Meter der Sudmühlenstraße von der Kreuzung am Schifffahrter Damm bis etwa zur Einmündung der Straße Im Sundern . In Fahrtrichtung Handorf findet sich auf der linken Seite die Einfahrt des Westfälischen Pferdezentrums , Sudmühlenstraße 33, auf der rechten Seite stehen einige meist in den 30er Jahren errichtete Wohnhäuser.

Die Nachbarn wären mit Tempo 50 vermutlich sehr einverstanden. „Hier wird viel mehr als Tempo 70 gefahren“, berichtet eine Anwohnerin. Schon vor einigen Jahren hätte sich die Nachbarschaft geschlossen für die geringere Geschwindigkeit ausgesprochen, aber kein Gehör gefunden. Für die Besucher des Pferdezentrums, die gegen Ende einer Veranstaltung das Gelände mit einem Pferdeanhänger verlassen wollen, würde mit Tempo 50 das Abbiegen einfacher.

Die Anregung der BV Ost stammte von der CDU-Fraktion. Wurde aber von den Grünen, der FDP und der UWG mitgetragen. Vier Enthaltungen kamen aus den Reihen der SPD – der fragliche Straßenabschnitt liege außerhalb der geschlossenen Ortschaft, so begründete damals die SPD ihre Zurückhaltung. Genau dies sieht die Verwaltung anders: Wegen der Wohnbebauung sei „kein typischer außerörtlicher Charakter“ gegeben, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Einer ist dagegen: Der Pirat Peter Hemecker, der seinerzeit noch gar nicht Bezirksvertreter war. Auf gut ausgebauten Landstraßen sei eine Reduzierung der Geschwindigkeit überflüssig, meint er: „Für die Autofahrer besteht die Einheitlichkeit darin, dass innerhalb geschlossener Ortschaften Tempo 50, außerhalb Tempo 100 beziehungsweise an Gefahrenstellen Tempo 70 gilt.“

Tempo 50 soll demnächst auch in beiden Fahrtrichtungen an der Gittruper Straße in Höhe Coermühle gelten.

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