SV 91 muss investieren
Wärmepumpe defekt: Freibad Sudmühle vor Großinvestition

Münster-Sudmühle -

Das Freibad in Sudmühle ist zwar alt, aber gut in Schuss. Dummerweise ist kurz vor Saisonschluss die Wärmepumpe ausgefallen. Der Verein SV 91 wird tief in die Tasche greifen müssen – und hofft auf Unterstützung der Stadt.

Dienstag, 20.10.2015, 09:10 Uhr

Hans-Peter Leimbach hatte keinen Grund zur Klage: „Wir hatten gehofft, dass die Wärmepumpe in dieser Saison noch durchhält.“ Und sie hat durchgehalten. Zwei Tage vor dem üblichen Saisonschluss , so berichtet der Präsident der Schwimmvereinigung Münster (SV 91), fiel die Technik aus. Mit dem Ergebnis, dass am letzten Öffnungstag nur noch 20 Grad Wassertemperatur angeboten werden konnten. Was die Hartgesottenen unter den Schwimmern natürlich keineswegs abschreckte.

Die SV 91 hat nun ein ernsthaftes Problem. Denn die Wärmepumpe war bis vor Kurzem ein Alleinstellungsmerkmal des schmucken 50er-Jahre-Freibads im Wersepark Sudmühle . Während die schick renovierten städtischen Schwimmbäder ihre Gäste mit kaltem Wasser inkommodierten, gab es am Werseufer stets angenehme 23 Grad. Allerdings war die Technik alt – Jahrzehnte alt, wie Leimbach berichtet. Eine Wartung war nicht mehr möglich.

Fest steht: Eine neue Wärmepumpe muss her. Und zugleich muss auch das Pumpenhaus auf den neuesten Stand gebracht werden. Der Verein kümmert sich zurzeit um Angebote und Kostenvoranschläge. Für Hans-Peter Leimbach ist damit klar: „Das geht richtig ins Geld.“ Geld, das der Verein nicht allein aufbringen kann – von einer sechsstelligen Summe ist die Rede. Der Vorstand hat einen Dringlichkeitsantrag bei der Stadt gestellt.

Ziel sei ein rascher Finanzierungsplan, damit zu Beginn der Saison 2016 wieder warmes Wasser bereitsteht. Leimbach hofft auf rasche Unterstützung der Stadt: „Wir füllen ja auch eine Lücke.“ Eine Saison ohne gewärmtes Wasser würde sich auf die Besucherzahlen auswirken. In guten Jahren sei mit 20 000 Badegästen zu rechnen; die beendete Saison 2015 gilt mit ihren 17 500 Besuchern als mittelprächtig – auch deshalb hätte man gerne noch ein wenig länger geöffnet. 

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