Heimatgruppe kritisiert Windrad-Projekt
Schnadgang hart an der Grenze

Münster-Gelmer -

Der erste Schnadgang der Heimatgruppe Gelmer begann an der Haskenau. Das hier ein 230 Meter hohes Windrad entstehen könnte, mag sich niemand vorstellen.

Montag, 27.03.2017, 19:03 Uhr

An Gelmers Grenzen spazierten die Mitglieder der Heimatgruppe beim traditionellen Schnadgang.
An Gelmers Grenzen spazierten die Mitglieder der Heimatgruppe beim traditionellen Schnadgang. Foto: reg

Mit einem kräftigen Schluck begrüßte Klemens Lindenblatt zahlreiche Wanderer zum traditionellen Schnadgang der Heimatgruppe Gelmer . Die Schnad, Markierungszeichen in Steinen oder an Bäumen, kennzeichneten schon im Mittelalter gemeindliche Gemarkungsgrenzen und wurden alljährlich im Frühjahr abgeschritten. Bei idealem Wanderwetter ging es auf die eher kurze Ost-Strecke durch Haskenau und Fues­truper Berge mit anschließender Einkehr auf dem Hof von Martin und Magdalene Beimann .

Schnadgang an Gelmers Grenzen

1/10
  • Mitglieder der Heimatgruppe trafen sich an der Wallburg Haskenau zum traditionellen Schnadgang an Gelmers Grenzen Foto: reg
  • Mitglieder der Heimatgruppe trafen sich an der Wallburg Haskenau zum traditionellen Schnadgang an Gelmers Grenzen Foto: reg
  • Mitglieder der Heimatgruppe trafen sich an der Wallburg Haskenau zum traditionellen Schnadgang an Gelmers Grenzen Foto: reg
  • Mitglieder der Heimatgruppe trafen sich an der Wallburg Haskenau zum traditionellen Schnadgang an Gelmers Grenzen Foto: reg
  • Mitglieder der Heimatgruppe trafen sich an der Wallburg Haskenau zum traditionellen Schnadgang an Gelmers Grenzen Foto: reg
  • Mitglieder der Heimatgruppe trafen sich an der Wallburg Haskenau zum traditionellen Schnadgang an Gelmers Grenzen Foto: reg
  • Mitglieder der Heimatgruppe trafen sich an der Wallburg Haskenau zum traditionellen Schnadgang an Gelmers Grenzen Foto: reg
  • Mitglieder der Heimatgruppe trafen sich an der Wallburg Haskenau zum traditionellen Schnadgang an Gelmers Grenzen Foto: reg
  • Mitglieder der Heimatgruppe trafen sich an der Wallburg Haskenau zum traditionellen Schnadgang an Gelmers Grenzen Foto: reg
  • Mitglieder der Heimatgruppe trafen sich an der Wallburg Haskenau zum traditionellen Schnadgang an Gelmers Grenzen Foto: reg

Gestartet wurde am Fuß der hölzernen Wersebrücke. Oberhalb der Brücke ging es gleich ans Eingemachte: Ein Investor plant auf dem Plateau die Errichtung eines 230 Meter hohen Windrades . Direkt vor dem Bodendenkmal Haskenau? Nein danke, so der Tenor der meisten Anwesenden. Die Gruppe wendet sich dem Bodendenkmal Haskenau zu. Gerd Stadtbäumer steht vor den Überresten der Wallburg, neben ihm eine Infotafel, „Turmhügelburg Haskenau: Mit Weitblick und Sturmsicher“ – der Wanderführer rät den Wanderern, sich die intakte Natur noch einmal in Ruhe anzuschauen. Es wird um Unterstützung einer Bürgerinitiative geworben, die sich in Gelmer gründen will.

Durch die Fuestruper Berge zieht die Gruppe weiter, am alten Grenzstein vorbei, der das Flurgrenzdreieck von Steinfurt, Warendorf und der Münster markierte. In Beimanns Rosengarten auf Höhe der Marina Fuestrup gibt es am Ende für alle die verdiente Bratwurst.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4731295?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F137%2F4848069%2F4848070%2F
Italien-Rückkehrer in Deutschland mit Coronavirus infiziert
Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus (SARS-CoV-2, orange), das aus der Oberfläche von im Labor kultivierten Zellen (grau) austritt.
Nachrichten-Ticker