Verabschiedung von Gelmers Schulleiterin
Beate Unger: „Die Inklusion liegt ihr am Herzen“

Münster-Gelmer -

Mit einem kleinen Abschiedsfest ist Beate Unger, die langährige Leiterin der Astrid-Lindgren-Schule, in den Ruhestand verabschiedet worden.

Mittwoch, 12.07.2017, 09:07 Uhr

Beate Unger freut sich auf den Ruhestand in Gelmer – wird ihre Schülerinnen und Schüler aber doch vermissen.
Beate Unger freut sich auf den Ruhestand in Gelmer – wird ihre Schülerinnen und Schüler aber doch vermissen. Foto: Marion Fenner

„Liebe Frau Unger , heute ist es soweit, für ein Leben ohne Schule hast Du jetzt Zeit.“ Der Chor der Astrid-Lindgren-Schule hatte zur Verabschiedung der langjährigen Schulleiterin Beate Unger zahlreiche Ständchen mit persönlichen Texten einstudiert. Bei einer Feierstunde in der Mehrzweckhalle durfte sich ein kleiner Kreis von Schülern, Kollegen und weiteren Wegbegleitern von der Rektorin, die jetzt in den Ruhestand geht, verabschieden.

„Eigentlich fehlen hier heute 1550 Schüler, für die Frau Unger Sorge getragen hat, 3150 Eltern und viele ehemalige Lehrer, die sich ebenfalls gerne verabschiedet hätten“, sagte Monika Berkenheide , die dem Kollegium am Längsten angehört. Doch dafür sei der Raum einfach zu klein.

Gelmer verabschiedet Schulleiterin

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  • Gelmers langjährige Schulleiterin Beate Unger wurde in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Marion Fenner
  • Gelmers langjährige Schulleiterin Beate Unger wurde in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Marion Fenner
  • Gelmers langjährige Schulleiterin Beate Unger wurde in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Marion Fenner
  • Gelmers langjährige Schulleiterin Beate Unger wurde in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Marion Fenner
  • Gelmers langjährige Schulleiterin Beate Unger wurde in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Marion Fenner
  • Gelmers langjährige Schulleiterin Beate Unger wurde in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Marion Fenner
  • Gelmers langjährige Schulleiterin Beate Unger wurde in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Marion Fenner

Schulamtsdirektorin Alice Lennartz betonte, dass noch viel mehr Schüler, Eltern und Lehrer Lebewohl gesagt hätten. Schließlich könne die engagierte Pädagogin auf 35 Dienstjahre an verschiedenen Schulen zurückblicken. 2001 kam sie nach Gelmer. „Dafür habe ich vorher mit meinem Mann und meinen drei Söhnen intensiv beraten, ob es sinnvoll ist in einem Stadtteil als Schulleiterin zu arbeiten und zu leben“, erzählte Beate Unger. Alle hätten damals ihre Unterstützung zugesagt, und deshalb habe sie die Herausforderung angenommen – und nie bereut. Die Schulamtsdirektorin erwähnte außerdem das private Engagement, das von der aktiven Mitarbeit im Segelclub bis hin zur Unterstützung der in Gelmer untergebrachten Flüchtlinge reiche. Inklusion sei etwas, was Beate Unger ebenfalls sehr am Herzen liege. „Das hat sie schon gelebt, bevor der Begriff offiziell eingeführt wurde.“

Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek bedankte sich für die jahrelange Zusammenarbeit und erinnerte daran, dass es nicht zuletzt Beate Unger zu verdanken sei, dass es in Gelmer überhaupt noch eine Schule gebe.

Als der Schulchor noch einmal in Anlehnung an Pippi Langstrumpf sang: „Hey Frau Unger, Du warst die beste Rektorin hier“, konnte die scheidende Rektorin die Rührung nicht mehr unterdrücken. „Dabei hatte ich mit vorgenommen, nicht zu weinen . . .“ Auf die Veränderung und die Zeit mit der Familie, der mittlerweile Enkelkinder angehören, freue sie sich trotzdem sehr.

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