Bürgerbad-Neubau beschäftigt einmal mehr die Politik
Verein wird gemeinnützig

Münster-Handorf -

Den Plänen für einen Neubau des Bürgerbades hatte die Bezirksvertretung Ost bereits zugestimmt. Doch als jetzt in der jüngsten Sitzung eine neue Beschlussvorlage des Sportamtes kurzfristig auf dem Tisch lag, gab es noch einmal eine Diskussion, auch wenn ihr letztlich grünes Licht gegeben wurde.

Dienstag, 05.09.2017, 07:09 Uhr

Auf diesem Areal zwischen Hobbelt- und Lützowstraße soll das neue Bürgerbad gebaut werden.
Auf diesem Areal zwischen Hobbelt- und Lützowstraße soll das neue Bürgerbad gebaut werden. Foto: Matthias Ahlke

Michael Willnath vom Sportamt entschuldigte sich zwar für die Kurzfristigkeit und erläuterte, dass die Vorlage ausschließlich formale und keine inhaltlichen Gründe habe. Der Bürgerbad-Verein sei aus steuerlichen Gründen in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt worden. Außerdem müsse das Bauvorhaben jetzt europaweit ausgeschrieben werden, weil neben den Baukosten in Höhe von rund vier Millionen Euro noch weitere Zuwendungen der Stadt an den Betreiber fließen als Nutzungsentgelt für das Vereins- und Schulschwimmen.

Kurt Moths von der FDP war sehr verärgert, dass er über eine Vorlage abstimmen sollte, die er erst Minuten zuvor zum ersten Mal in den Händen hielt. „Ich nehme an der Abstimmung nicht teil“, kündigte er an. So eine Vorlage dürfe nicht einfach so schnell abgehandelt werden. Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek ( CDU ) erklärte, dass sie das Papier unterstütze, aber bat das Sportamt, solche Vorlagen den Bezirksvertretern künftig eher zukommen zu lassen. Stefan Gottkehaskamp kündigte für die CDU Zustimmung an, weil er die Gründe für die neue Vorlage für plausibel hielt. Auch Peter Hemecker von den Piraten warb für eine Zustimmung: „Hier geht es um juristische Fragen, nicht um politische.“

Willnath berichtete, dass die Stadt die Baumaßnahme fachlich begleite. Das Projekt biete die Chance, ehrenamtliche Arbeit durch Hauptamtliche zu begleiten.

Weitere Beschlüsse der Bezirksvertretung

Zugestimmt hat die Bezirksvertretung Ost in ihrer jüngsten Sitzung auch dem Ausbau der Straße Im Sundern zwischen der Mariendorfer Straße bis zur Hausnummer 26. Georg Balsliemke (CDU) erklärte, dass er ein Gespräch mit den Anliegern geführt habe, die positiv angemerkt hätten, dass ihre Anliegen in die Vorlage aufgenommen worden seien. Eine weitere Hürde nahm auch der Bebauungsplan für die neuen Sportanlagen östlich der Hobbelt­straße. Die Bezirksvertreter stimmten einer räumlichen Erweiterung des Bebauungsplans zu.

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