Folgen von Orkan Friederike
Im Wald bleibt es gefährlich

Münster-Ost -

Orkan „Friederike“ wird die Förster noch lange beschäftigen. Obwohl die Waldsperrung formell aufgehoben wurde, wird weiter vor dem Betreten abseits der Wege gewarnt. Das gilt besonders für den Dyckburgwald.

Freitag, 02.03.2018, 06:03 Uhr

Hier, im Dyckburgwald, sind Teile des Gebietes weiter gesperrt. Schilder warnen vor dem Betreten.In Dyckburg-Wald sind noch Teile des Gebiets gesperrt. Hier sind die Aufräumarbeiten nach dem Orkan „Friederike“ noch nicht abgeschlossen. Aber auch ohne Sperrschilder ist es weiter gefährlich, abseits der Wege den Wald zu betreten.
Hier, im Dyckburgwald, sind Teile des Gebietes weiter gesperrt. Schilder warnen vor dem Betreten.In Dyckburg-Wald sind noch Teile des Gebiets gesperrt. Hier sind die Aufräumarbeiten nach dem Orkan „Friederike“ noch nicht abgeschlossen. Aber auch ohne Sperrschilder ist es weiter gefährlich, abseits der Wege den Wald zu betreten. Foto: Oliver Werner

Die allgemeine Sperrung der Wälder nach dem Orkan „Friederike“ ist seit dem 1. März offiziell aufgehoben. „Abseits vieler Wege bleibt es aber gefährlich“, schränkt Jörn Stanke ein. Der Revierförster beim Landesbetrieb Wald und Holz warnt davor, durchs Dickicht zu gehen. „Auch wenn man im Wald leicht stolpern kann, sollte man eher nach oben in die Baumwipfel als auf den Boden gucken“, rät Stanke. Er kümmert sich mit seinem Team um die in Privatbesitz befindlichen Wälder auf münsterischem Stadtgebiet. Mit rund 4000 Hektar ist das der weitaus größte Teil des Waldgebiets. Insgesamt gibt es rund 5000 Hektar Wald, rund ein Sechstel der Fläche Münsters.

Rund 1000 Hektar davon betreut Stadtförster Hans-Ulrich Menke. Auch er und seine Mitarbeiter sind mit den Aufräumarbeiten nach dem Orkan noch längst nicht fertig. „Im Dyckburgwald sind weiterhin Teile gesperrt, dort werden Spaziergänger auch weiter mit Schildern vor Gefahren gewarnt“, ergänzt er. Auch in der in der Haskenau liegen laut Menke noch viele umgewehte Bäume.

Auch Revierförster Stanke hat in den Wäldern der Nordmark bei Kinderhaus, im Bereich der Gasselstiege und bei Handorf schon kräftig aufräumen lassen. Die häufig umgestürzten älteren Fichten wurden vielfach weggeräumt. Gefahren drohten jetzt eher in Kiefernwäldern, warnt Stanke. Dort seien vielfach Äste in den Baumkronen brüchig, was auch für größere Laubbäume gelte. „Wer sich abseits der Waldwege bewegt, soll immer nach losen Ästen in den Baumkronen Ausschau halten“, sagt Stanke. „Sie können jederzeit herunterstürzen – ohne, dass das Holz vorher knackt.“

Einen großen Teil der Arbeiten werden die Förster auf den Herbst verschieben – denn seit 1. März gelten Einschränkungen für den Baumschnitt. Tiere beginnen mit dem Nestbau und sollen dabei nicht gestört werden.

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