Messdienerwallfahrt
St. Petronilla zeigt Flagge in Rom

Münster-Ost -

Über 1700 Ministranten aus dem ganzen Bistum nahmen an einer internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom Teil. Die größte münsterische Gruppe: St. Petronilla Handorf.

Montag, 06.08.2018, 21:34 Uhr

Die Jugendlichen aus der Gemeinde St. Petronilla auf dem Weg zum Petersplatz.
Die Jugendlichen aus der Gemeinde St. Petronilla auf dem Weg zum Petersplatz. Foto: Franz-Thomas Sonka

Die Gemeinde St. Petronilla war ganz vorne mit dabei: Mit 23 Teilnehmern stellte sie die größte Gruppe jener Messdienerinnen und Messdiener aus Münster, die eine Woche in Rom verbrachten und dort an der internationalen Ministrantenwallfahrt teilnahmen. Höhepunkt war laut einer Mitteilung des Bistums eine Sonderaudienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz mit mehr als 60 000 Messdienern aus aller Welt. Die letzte Wallfahrt dieser Art hatte 2014 stattgefunden.

„Es war toll, den Papst live zu sehen“, erzählt Anna Kerkling . Zwar habe die Gruppe ziemlich weit hinten gesessen und darum nicht alles aus der Nähe verfolgen können. Doch schon der Stimmung wegen habe sich das lange Anstehen vor den Sicherheitskontrollen gelohnt, sagt die 15-Jährige.

Für viele der jungen Pilger aus Münster war es die erste Reise nach Rom. Deshalb gab es neben dem Wallfahrtsprogramm auch Gelegenheit, die Stadt kennenzulernen – etwa bei einer Schnitzeljagd, vorbei an Sehenswürdigkeiten wie der Spanischen Treppe, dem Trevibrunnen oder der Piazza Navona sowie den bedeutenden Kirchen Roms.

Für Lea Effing war das angestrahlte Kolosseum bei Nacht ein ganz persönlicher Höhepunkt. „Wir mussten an dem Abend lange auf unser Essen warten, darum ist es später geworden – zum Glück“, blickt sie zurück.

Die jungen Leute nehmen aber vor allem das gute Gemeinschaftsgefühl mit nach Hause. „In der ganzen Stadt hat man gemerkt, dass uns die eine Sache verbindet, nämlich das Messdienersein“, sagt Anna Kerkling. So hätten bei der Papstaudienz portugiesische Jugendliche neben den Münsteranern gesessen, die spontan mit ihnen gemeinsam Lieder gesungen hätten. „Die Stimmung war einmalig – und das länderübergreifend“, sagt die 15-Jährige.

Das bestätigt auch Lea Effing. Das Warten auf den Bus habe sich die Gruppe häufig durch Singen verkürzt. „Manchmal sind Messdienergruppen auf der gegenüberliegenden Straßenseite einfach mit eingestiegen. Das war immer eine tolle Atmosphäre“, berichtet sie.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5959029?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F137%2F
Frau bei Verkehrsunfall gestorben
(Symbolfoto) 
Nachrichten-Ticker