Hauptstraße des Ortes ist wieder beidseitig befahrbar
Freie Fahrt durch Mariendorf

Münster-Mariendorf -

Seit Mai 2017 ist die Mariendorfer Straße eine Baustelle. Die Stadtwerke haben dort ihre neue Trinkwasserleitung verlegt. Noch sind nicht alle Asphaltarbeiten erledigt – aber immerhin kann die Straße wieder ungehindert befahren werden.

Dienstag, 14.08.2018, 07:00 Uhr

Die Mariendorfer Straße ist wieder beidseitig befahrbar (v.l.): Bauleiter Stefan Ludewig, Projektleiter Carsten Mensing (Stadtwerke) sowie Christian Sahorn und Ludger Niehoff (Tiefbauamt) sind froh, dass das meiste geschafft ist.
Die Mariendorfer Straße ist wieder beidseitig befahrbar (v.l.): Bauleiter Stefan Ludewig, Projektleiter Carsten Mensing (Stadtwerke) sowie Christian Sahorn und Ludger Niehoff (Tiefbauamt) sind froh, dass das meiste geschafft ist. Foto: spe

Die gute Nachricht zuerst: Die Mariendorfer Straße ist seit Montagmorgen wieder in beiden Richtungen befahrbar. Nach über einem Jahr Dauerbaustelle mit Sackgasse, Einbahnstraße und Umleitung kommen die Anlieger wieder durch. Alle anderen aber auch: Die Mariendorfer Straße ist in ihrer Bedeutung als Ost-West-Verbindung nicht zu unterschätzen, der Schwerlastverkehr war am Montagmorgen schon wieder auf Achse.

Die weniger gute Nachricht: Die Baustelle in Mariendorf hat sich damit noch nicht erledigt. Zwar haben die Stadtwerke ihr größtes Projekt, die neue Trinkwasserversorgungsleitung, erfolgreich unter die Erde gebracht. Doch sind auf der Straße noch einige Asphaltarbeiten vor allem im Seitenstreifen zu erledigen. Hätte das nicht schneller passieren sollen? Schon, sagt Christian Sahorn vom Tiefbauamt, aber ausgerechnet jetzt machen viele Baufirmen Ferien. Die Arbeiten sollen Mitte September fortgesetzt werden und dann in ein bis zwei Wochen beendet sein.

Die Anwohner sind nicht begeistert. Während der kleinen Pressekonferenz am Straßenrand suchen einige Nachbarn das Gespräch mit den Vertretern von Stadt und Stadtwerken – und machen ihrem Unmut über die Strapazen der Baustelle und die aus ihrer Sicht mangelnde Information Luft. Bauleiter Stefan Ludewig spricht von den Besonderheiten dieses anspruchsvollen Projekts: Während der Arbeit habe sich herausgestellt, dass viele Versorgungsleitungen an der Mariendorfer Straße in einem schlechten Zustand oder gar abgängig waren. Sie wurden ebenso erneuert wie die Straßenentwässerung auf einer Länge von 350 Metern. Das alles habe die Bauzeit um etwa drei Monate verlängert. Verlässliche Unterlagen hätten nicht zur Verfügung gestanden, die Mariendorfer Straße sei in den 50er- und 60er-Jahren, noch vor der Gebietsreform, nach und nach zusammengebaut worden.

Das gilt erst recht für die kleine Seitenstraße „Im Sundern“, deren endgültiger Ausbau noch ein paar Monate auf sich warten lässt. Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren, berichtet Berthold Reloe vom Tiefbauamt. Wenn es Angebote gebe, könne die Stadt im November mit der Auftragsvergabe und noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen. Reloe betont, dass es im Sundern entgegen ersten Planungen keinen klassischen Bürgersteig, sondern eine „Mischverkehrsfläche“ geben werde – wie es von den Anliegern bei einer Versammlung gewünscht worden war.  

Kommentar: Der strapazierte Stadtteil

Autofahrer auf dem Weg nach Handorf und zurück können aufatmen: Mit der Mariendorfer Straße ist eine Verbindungsstrecke in Münster-Ost wieder befahrbar, die über ein Jahr lang schmerzlich vermisst wurde. Die Mariendorfer hingegen müssen durchhalten und die Restarbeiten an der Mariendorfer Straße, den monatelangen Ausbau des Sundern und den neu erwachten Durchgangsverkehr über sich ergehen lassen.Mariendorf hat wirklich Pech: Jahrzehntelang durfte dieses ländliche Straßendorf ganz unbehelligt wachsen, auf einmal findet es sich im Zentrum eines überforderten großstädtischen Straßennetzes wieder und bekommt von Null auf Hundert neue Leitungen, neuen Asphalt und eine neue Umgehungsstraße mittendurch. Kein Wunder, dass einige Nerven blank liegen.Immerhin: Wenn alles fertig ist, dürfte für etliche Jahre Ruhe herrschen. Wenn die neue Umgehungsstraße tatsächlich den Schwerlastverkehr aufnimmt, ist schon viel gewonnen.

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