200 Meter langer Rückweg soll bleiben
Baustopp vor der Lützow-Kaserne

Münster-Handorf -

Der Radweg vor der Lützow-Kaserne soll nicht wieder zurückgebaut werden. Nachdem auf Betreiben der Bima bereits Bagger angerückt waren, die den Rückbau erledigen sollten, verhängte die Stadt einen Baustopp.

Montag, 08.10.2018, 19:26 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 08.10.2018, 19:26 Uhr
Der Rückbau des etwa 200 Meter langen Radweges vor der Lützow-Kaserne ist gestoppt worden. Was bereits aufgerissen wurde, soll nun wiederhergestellt werden.
Der Rückbau des etwa 200 Meter langen Radweges vor der Lützow-Kaserne ist gestoppt worden. Was bereits aufgerissen wurde, soll nun wiederhergestellt werden. Foto: privat

Verkehrsfragen der Zukunft und ein äußerst eilig verfügter Baustopp prägten die jüngste Sitzung der Bezirksvertretung Ost.

Das im Prinzip kleinste Projekt kam früh und gleich mehrfach zur Sprache: Der 200 Meter lange Radweg vor der Lützow-Kaserne – ein Grundstück, das die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) verwaltet. Der Wunsch nach dem Radweg reicht über 20 Jahre zurück, realisiert wurde er erst, als Flüchtlinge dort untergebracht wurden und diese einen ordentlichen Weg zur Bushaltestelle benötigten. Das sorgte für Unruhe.

Dann gingen die Flüchtlinge, die Bima wollte die Fläche zurückhaben – und den Weg zurückbauen. Man brauche eine Ausgleichsfläche. Die Bezirksvertretung forderte im März einhellig den Erhalt des Radweges. Am vergangenen Dienstag stellte dann Raimund Möllers (CDU) fest: Arbeiter haben mit dem Rückbau begonnen. Eilige Telefonate folgten, berichtete Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek , vom Oberbürgermeister kam ein Baustopp. Der Weg, soweit schon aufgerissen, soll wiederhergestellt werden. Es wäre sonst „ein Schildbürgerstreich“ gewesen, so Klimek.  Die Bezirksvertretung möchte mehr. Der Weg soll bis zur Stadtgrenze Richtung Telgte fortgeführt werden, so Möllers, etwa zwei weitere Kilometer mit wassergebundener Decke, also in einfacher Ausführung. Der Radweg sei ein alter Wunsch in Handorf, so Klimek, und stehe lange schon auf der Radwege-Liste der Stadt Münster. Und sei immer wieder heruntergerutscht.

Das zweite, rege diskutierte Großthema war die Überlastung des Knotenpunktes Schifffahrter Damm und Hessenweg. Der Verkehr werde noch deutlich zunehmen, berichtete Grit Hecht vom Amt für Stadtentwicklung. Eine Zuwegung zum Hundesportverein sei vorgesehen. Peter Hemecker (Piraten) kritisierte die Planung: Da werde für 40 Millionen gebaut, aber der Verkehr zweimal durch Ampeln gebremst – ob nicht eine Unterführung wie in Gelmer sinnvoller sei? Hecht versprach Prüfung, bezweifelte aber, dass dies mit Blick auf dem Raumbedarf möglich sei.

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