Nächtlicher Baustellenverkehr durch Handorf
Windrad: Baustart an der Haskenau

Münster-Handorf -

An der Haskenau entsteht derzeit Münsters größtes Windrad: Die Bauarbeiten haben begonnen. Zunächst wird der über 100 Meter hohe Betonturm errichtet.

Montag, 22.10.2018, 19:20 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 22.10.2018, 07:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 22.10.2018, 19:20 Uhr
An der Haskenau entsteht derzeit Münsters größte Windenergieanlage, eine „Enercon E-141“.
An der Haskenau entsteht derzeit Münsters größte Windenergieanlage, eine „Enercon E-141“. Foto: Matthias Ahlke

Die Baustelle ist weit vom Schuss, aber sie ist dennoch kaum zu übersehen: In Sichtweite der historischen Wallburg Haskenau zwischen Handorf und Gelmer wurde in den vergangenen Wochen ein 114 Meter hoher Baukran aufgebaut, direkt daneben stapelt sich das Baumaterial. Vor Kurzem wurde hier mit der Konstruktion von Münsters höchstem Windrad begonnen. Der erste Betonring steht bereits auf dem Fundament.

Kreisverkehr mit Stahlplatten verstärkt

Nacht für Nacht fahren derzeit die Schwertransporter durch Handorf, und auch der übrige Baustellenverkehr ist nicht zu übersehen. Es gibt halt nur eine einzige Zufahrt, und die führt mitten durch Handorf-Dorbaum. Der zentrale Kreisverkehr am Borggreveweg wurde mit Stahlplatten verstärkt, denn es lässt sich gar nicht vermeiden, dass die Hinterräder der Tieflader den Grünstreifen touchieren.

In den kommenden Wochen, so berichtet Projektleiter Thomas Siepelmeyer, geht es vor allem um den Aufbau des Betonturms. Er wird sich aus 25 bis 30 Betonringen zusammensetzen und eine Höhe von über 100 Metern erreichen.

Wenn die ersten vier oder fünf Ringe stehen, geht es zügig voran.

Projektleiter Thomas Siepelmeyer

Die ersten Schichten seien auch wegen der Inneneinrichtung verhältnismäßig kompliziert, meint Siepelmeyer: „Wenn die ersten vier oder fünf Ringe stehen, geht es zügig voran.“ Ende November sollte dieser Abschnitt fertig sein.

Dann allerdings beginnt der aufwendigste Teil der Baustelle: Der Baukran wird abmontiert und durch den nach Siepelmeyers Angaben „größten mobilen Kran in Europa“ ersetzt. Denn auf dem Betonturm wird noch eine 41 Meter hohe Stahlkonstruktion aufgebaut, die wiederum das Maschinenhaus tragen soll.

Baustelle Windrad Haskenau

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  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke

Die 4,2-Megawatt-Windenergieanlage „Enercon E-141“ hat eine Gesamthöhe von 230 Meter – sie wird nach ihrer Fertigstellung Münsters höchstes Bauwerk und eines der größten Windräder im Land sein.

Gegenwind durch Bürger und Bezirksvertretung

Die neue Anlage ist schon ihrer Größe wegen umstritten. Vor allem Anwohner der nicht allzu weit entfernten Siedlung Rossheide in Gelmer engagieren sich in einer „Gegenwind“-Initiative, und auch die Bezirksvertretung Münster-Ost stellt nach wie vor kritische Fragen. Die Befürchtung, dass eine Zufahrt vom Schifffahrter Damm aus unumgänglich sei, hat sich allerdings nicht bestätigt; der Baustellenverkehr muss durch Handorf fahren.

Der durch das neue Windrad produzierte Strom wird allerdings in Richtung des Gewerbegebiets Hessenweg abfließen. Zur Verlegung der Kabeltrasse sei eine Horizontalbohrung unter der Werse hindurch erforderlich.

Auch diese Arbeiten sollen erst ab Ende November erfolgen.

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