Einweihungsfeier im Heidestadion
Kunstrasenplatz Gelmer: Sattes Grün statt dunkler Matsche

Münster-Gelmer -

Schon seit September wird Gelmers neuer Kunstrasenplatz eifrig bespielt. Nun fand die offizielle Einweihungsfeier statt, bei der sich der Verein von seiner besten Seite zeigte.

Dienstag, 06.11.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 06.11.2018, 08:00 Uhr
Der neue Kunstrasen wird fleißig bespielt.
Der neue Kunstrasen wird fleißig bespielt. Foto: rhp

„Raus aus der Matsche – rauf aufs Grün!“ Unter diesem Motto hat Grün-Weiß Gelmer das ehrgeizige Projekt „Kunstrasenplatz“ erfolgreich vorangetrieben. Die Matsche: Das war der alte, abgenutzte Tennenplatz, der es schon lange hinter sich hatte. Das Grün: Das ist der bei Wind und Wetter unverwüstliche Kunstrasen, der dem Verein schon seit September zur Verfügung steht.

Nun fand die offizielle Einweihung statt. Und sowohl die Mitglieder des Vorstands als auch die vielen Offiziellen waren sprachlos angesichts der Resonanz. Rund 300 Gäste – das habe es bei einer solchen Platzeröffnung noch nie gegeben, hieß es. Der Vorsitzende Frank Hemesath freute sich besonders. Er griff ein Wort von Boris Becker auf und sprach vom neuen „Wohnzimmer“ des Vereins. Es könnte ein Wohnzimmer für den ganzen Ort daraus werden.

Es ist schließlich auch ein Anliegen des ganzen Ortes: Jahrelang habe der Verein darum gekämpft – und konnte schließlich Stadtverwaltung und Politik davon überzeugen, statt einer Sanierung des Tennenplatzes einen neuen Kunstrasenplatz zu finanzieren. 745 000 Euro hat das Ganze gekostet – ein Drittel der Mehrkosten muss der Verein selbst tragen, immerhin rund 70 000 Euro. Nach wie vor ist der Verein auf Unterstützung angewiesen ( http://gwg-kunstrasenprojekt.de) . Bei der Einweihungsfeier wurde sogar die ausgediente Asche zu Asche gemacht: Gegen eine Spende gab es ein kleines Fläschchen mit braunem Gebrösel vom alten Platz.

Asche-Fläschchen gegen eine Spende abzugeben.

Asche-Fläschchen gegen eine Spende abzugeben. Foto: rhp

Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek überbrachte als Geschenk viel Lob für gute Vereinsarbeit sowie ein Hufeisen mit grün-weißem Band. Norbert Reisener und Norbert Krevert vom Fußball-und Leichtathletik-Verband Westfalen-Lippe (FLWL) hatten Trainingsbälle dabei. Gut so – denn während die Offiziellen noch redeten, trainierten die jüngeren Vereinsmitglieder schon eifrig auf dem Spielfeld.

Sie weihten den neuen Kunstrasenplatz ein (v.l.): Sportamtsleiter Michael Willnath, Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek, Norbert Reisener vom Fußballverband FVWL, Vorsitzender Frank Hemesath, Sportdezernentin Cornelia Wilkens, Norbert Krevert (FVWL) sowie DJK-Kreisverbandsvorsitzender Remi Mensinck.

Sie weihten den neuen Kunstrasenplatz ein (v.l.): Sportamtsleiter Michael Willnath, Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek, Norbert Reisener vom Fußballverband FVWL, Vorsitzender Frank Hemesath, Sportdezernentin Cornelia Wilkens, Norbert Krevert (FVWL) sowie DJK-Kreisverbandsvorsitzender Remi Mensinck. Foto: rhp

Als neuer Kunstrasenbesitzer ist Grün-Weiß Gelmer auch bei der sportlichen Nachbarschaft sehr gefragt. Denn nicht überall findet sich ein Platz, der zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter bespielbar ist. Am Rande der Feier spielte die E-Jugend gegen Westfalia Kinderhaus, und am späten Nachmittag trat eine Traditionsmannschaft gegen die Altherren-Mannschaft an. Dieses Spiel war nach einer torlosen ersten Halbzeit allerdings schon zu Ende, weil das Flutlicht den Dienst versagte . . . Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch: Im Vereinsheim wurde noch eine rauschende Party mit DJ Martin gefeiert.

Kommentar: Das Spiel geht weiter

Das Geld ist offenbar gut angelegt. Wenn zur Einweihungsfeier eines neuen Fußballplatzes in einem dörflichen Stadtteil gleich ein nennenswerter Teil der Einwohnerschaft erscheint, wissen die Ehrengäste aus Politik und Verwaltung, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde.Schließlich war es keineswegs ausgemacht, dass ausgerechnet Gelmer den Zuschlag für einen so kostspieligen Platz erhalten würde: Andere Vereine haben weit mehr Mitglieder und mehr Fußballmannschaften. Entscheidend waren darum neben der Hartnäckigkeit des Vorstands das solide Wachstum des Vereins – und nicht zuletzt seine Verankerung in der Dorfgesellschaft.Allerdings darf nicht vergessen werden, dass Grün-Weiß Gelmer einen happigen Eigenanteil zu tragen hat; die Lichtprobleme am Eröffnungstag lassen ahnen, dass auch in Zukunft noch investiert werden muss. Das Spielfeld ist eröffnet, aber das Projekt benötigt weitere Unterstützung. Das Spiel geht weiter.

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Lukas Speckmann

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