Kaufmann Josef Nientiedt starb mit 88 Jahren
Handorf nimmt Abschied von „Pott Jopp“

Münster-Handorf -

Rund 200 Trauergäste feierten das Auferstehungsamt in St. Petronilla: „Pott Jopp“, Josef Nientiedt, wurde am Montag in Handorf beigesetzt.

Montag, 05.11.2018, 20:02 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 05.11.2018, 19:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 05.11.2018, 20:02 Uhr
Josef Nientiedt
Josef Nientiedt Foto: privat

Dass der Abschied so schnell kommen würde, haben wohl nur wenige Kunden geahnt, die im September beim „Handorfer Herbst“ ein letztes Mal im legendären Haushaltswarengeschäft an der Handorfer Straße stöberten : „Pott Jopp“ Josef Nientiedt ist tot. Er starb am 28. Oktober – nur rund zwei Wochen nach seiner Frau Thea Nientiedt – im Alter von 88 Jahren an den Folgen seiner schweren Krankheit.

Das Auferstehungsamt wurde am Montagnachmittag in der St.-Petronilla-Kirche gefeiert. Rund 200 Handorfer nahmen von „Pott Jopp“ Abschied, der als echtes, liebenswertes Original ein Aushängeschild seines Ortes war. Der Handorfer war ein Kaufmann durch und durch. 1945, im Jahr des Kriegsendes, stand er zum ersten Mal hinter der Theke. 1956, da konnte er schon auf etliche Berufsjahre zurückblicken, eröffnete er an der Handorfer Straße seinen Laden, den er gemeinsam mit seiner Frau Thea zu einem unverwechselbaren Fachgeschäft für Haushaltswaren aller Art ausbaute. 62 Jahre lang war „Pott Jopp“ eine weithin bekannte und beliebte Adresse: für die Handorfer ein Stück Heimat, für die Besucher des „Handorfer Herbstes“ eine Sehenswürdigkeit. Sein hohes Alter und seine angeschlagene Gesundheit zwangen den Kaufmann im September zum Aufgeben – nach langem, vergeblichem Bemühen um einen Nachfolger.

Josef Nientiedt, der seinem Heimatort auch als Mitglied zahlreicher Vereine eng verbunden war, machte nicht zuletzt als Sportsfreund von sich reden: Als Gründungsmitglied des Handorfer Bürgerbads vor zehn Jahren gehörte er selbst zu den eifrigsten Benutzern des Bades und zog dort fast jeden Tag seine Bahnen. Den in Planung befindlichen Neubau konnte er nicht mehr erleben; bei seiner Trauerfeier wurde für das Bürgerbad gesammelt.

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