Ausbau der Fahrzeughalle
Löschzug Gelmer: Mehr Platz für den dritten Wagen

Münster-Gelmer -

Seit 1983 besteht das Gerätehaus an der Gittruper Straße. Es wird allmählich eng: Die Stadt baut nun eine weitere Fahrzeughalle an und bereitet sich auf eine umfassende Sanierung vor.

Dienstag, 20.11.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 20.11.2018, 08:00 Uhr
Zwei Tore, zwei Wagen – doch der Eindruck täuscht. In der Fahrzeughalle des Löschzugs Gelmer wartet noch ein drittes Fahrzeug auf den Einsatz.
Zwei Tore, zwei Wagen – doch der Eindruck täuscht. In der Fahrzeughalle des Löschzugs Gelmer wartet noch ein drittes Fahrzeug auf den Einsatz. Foto: spe

Es ist der Auftakt zu einer umfassenden Sanierung: Der Löschzug Gelmer der Freiwilligen Feuerwehr erhält eine weitere Fahrzeughalle. Die Bezirksvertretung Münster Ost hat den Plänen des städtischen Amtes für Immobilienmanagement zugestimmt. Demnach wird die bestehende Halle nach Osten erweitert, um angemessenen Platz für alle Fahrzeuge zu schaffen.

„Wir haben drei Fahrzeuge, aber nur zwei Tore“, berichtet Löschzugführer Bernd Wauligmann, „das ist schon sehr eng.“ Mitunter müsse auf dem Hof umständlich rangiert werden.

Mit den beiden Löschfahrzeugen sowie dem Rüstfahrzeug RW1 deckt der Löschzug ein Einsatzgebiet von der nördlichen Stadtgrenze bis hinter den Edelbach, von der Werse bis zu den Rieselfeldern ab. Das Tanklager in Gelmer und die Zentraldeponie gehören ebenso dazu wie der Jachthafen Fues­trup und die benachbarten Bauerschaften; letztere liegen zwar auf dem Gebiet des Kreises Steinfurt, sind von Gelmer aus aber besser und schneller zu erreichen. Außerdem ist der Löschzug Gelmer im überörtlichen Konzept „Bahn-Regio“ für die Hilfe bei Bahnunfällen vorgesehen.

Das derzeitige Gerätehaus stammt aus dem Jahr 1983. Mit der Lage zwischen Gittruper Straße und Alter Schifffahrt ist der Löschzugführer grundsätzlich zufrieden: „Das ist ein passender Standort, das Gerätehaus ist für die Kameraden aus den Bauerschaften gut zu erreichen.“ Dass das Gebäude in die Jahre gekommen ist, zeige sich nicht nur daran, dass in der Doppelgarage ganz unvorschriftsmäßig drei Fahrzeuge abgestellt werden müssen; auch der Umkleidetrakt und der Schulungsraum seien nicht mehr auf dem allerneuesten Stand und außerdem recht eng. Zum Löschzug gehören mittlerweile immerhin 34 Aktive sowie fünf Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Das Gerätehaus wurde 1983 gebaut.

Das Gerätehaus wurde 1983 gebaut. Foto: spe

Im März 2019 soll der Bau der Fahrzeughalle beginnen. Im Jahr darauf, so berichtete Gottfried Wingler-Scholz, der Leiter der Berufsfeuerwehr, anlässlich der Generalversammlung, sollen weitere Bauabschnitte folgen. Löschzugführer Wauligmann rechnet mit einer umfassenden Sanierung – ohne dass ein Sanierungsplan im Detail schon bekannt sei. Ein völlig neues Gerätehaus wie im benachbarten Handorf werde es aber nicht geben.

Der Anbau soll 150 000 Euro kosten. Dazu wird das Grundstück erweitert: Auf der neuen Fläche, die sich bereits in städtischem Besitz befindet, entstehen nicht nur weitere Parkplätze für die Angehörigen des Löschzugs, die Stadt möchte hier außerdem einen Funkmast errichten, um Gelmer mit dem städtischen Breitbandnetz zu versorgen. Am Mast sollen eine Sirene zur Warnung der Bevölkerung sowie Funkantennen zur Alarmierung der Feuerwehr installiert werden. Das Grundstück ist großzügig bemessen: Auch eine vierte Fahrzeughalle wäre noch denkbar.  

Kommentar: Zeichen des Wachstums

Die Stadt investiert in den Feuerwehrstandort Gelmer: Das ist eine Anerkennung der hervorragenden Arbeit des Löschzugs. Es geht aber nicht nur darum, einem lange bemerkten Platzmangel abzuhelfen. Das Bauvorhaben lässt sich als Signal an den Stadtteil verstehen: Münster rechnet damit, dass Gelmer wächst.Mit dem Ausbau der Umgehungsstraße erhält die Stadt eine Ost-Umgehung, deren Verkehrsaufkommen auch in Gelmer bemerkbar sein wird. Das ist Herausforderung und Chance zugleich: Der Ort rückt näher an die Innenstadt und an die südlichen Stadtteile heran.Früher oder später wird es darum auch in Gelmer weitere Wohnbebauung geben; die Nachbarschaft des Feuerwehrgerätehauses ist dafür schon seit Längerem im Gespräch. Bis darüber Entscheidungen gefällt werden, vergehen sicher noch ein paar Jahre – aber die Feuerwehr stellt jetzt schon sicher, dass ihr eigener Platzbedarf nicht durch künftige Wohnbebauung eingeschränkt wird. Das ist weise Voraussicht.

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Lukas Speckmann

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