Inbetriebnahme frühestens im Januar
Windrad Haskenau: Der Betonturm ist fertig

Münster-Ost -

Die neue Windenergieanlage an der Haskenau wird vom Boden bis zur Spitze 230 Meter hoch werden. Jetzt steht bereits der 120 Meter hohe Betonturm.

Freitag, 23.11.2018, 07:30 Uhr aktualisiert: 23.11.2018, 12:39 Uhr
Der Betonturm der neuen Anlage erinnert in seinem mehrstufigen Aufbau an eine Mondrakete. In den kommenden Tagen wird der neue Kran zum Aufbau des Maschinenhauses errichtet.
Der Betonturm der neuen Anlage erinnert in seinem mehrstufigen Aufbau an eine Mondrakete. In den kommenden Tagen wird der neue Kran zum Aufbau des Maschinenhauses errichtet. Foto: spe

Der Turm sieht aus wie eine Mondrakete. Doch der Eindruck täuscht, er ist sogar noch größer. Die „Saturn V“ maß bis zur Antennenspitze 110 Meter, der Betonturm der künftigen Windenergieanlage an der Haskenau - zwischen Gelmer und Handorf - ist 120 Meter hoch. Auf dessen Spitze kommt noch das knapp 40 Meter hohe Maschinenhaus, und daran wird der Rotor befestigt, dessen Durchmesser 141 Meter beträgt. Das neue Windrad ist riesig – das kritisieren seine Gegner, und seine Befürworter räumen es ein. Auf offener See gibt es größere Anlagen; auf dem Land ist die „ Enercon E 141“ derzeit noch die größte ihrer Art, in Münster sowieso.

„Wenn wir unsere Energieversorgung wirklich ändern wollen, dann brauchen wir so etwas“, sagt Projektleiter Thomas Siepelmeyer mit Blick auf die Dimensionen der 4,2-Megawatt-Anlage, die noch einmal 30 Meter höher ist als die Schwester-Anlage in Amelsbüren. An der Haskenau habe man das größte Modell wählen können, weil sich hier der dreifachen Abstand zur Wohnbebauung einhalten lasse.

Windrad Haskenau: Der Betonturm steht

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  • Der 120 Meter hohe Betonturm des Windrads Haskenau ist fertiggestellt. Foto: spe
  • Der 120 Meter hohe Betonturm des Windrads Haskenau ist fertiggestellt. Foto: spe
  • Der 120 Meter hohe Betonturm des Windrads Haskenau ist fertiggestellt. Foto: spe
  • Der 120 Meter hohe Betonturm des Windrads Haskenau ist fertiggestellt. Foto: spe
  • Der 120 Meter hohe Betonturm des Windrads Haskenau ist fertiggestellt. Foto: spe
  • Der 120 Meter hohe Betonturm des Windrads Haskenau ist fertiggestellt. Foto: spe
  • Der 120 Meter hohe Betonturm des Windrads Haskenau ist fertiggestellt. Foto: spe
  • Der 120 Meter hohe Betonturm des Windrads Haskenau ist fertiggestellt. Foto: spe

Zwei Klagen sind anhängig

Gleichwohl: Viele Nachbarn sind skeptisch. Zwei Klagen sind vor dem Verwaltungsgericht anhängig – wobei sich diese Klagen gegen die Baugenehmigung, also gegen die Stadt richten. „Wir sind als betroffene Firma nur beigeladen“, sagt Siepelmeyer. Man habe trotz der Klagen mit dem Bau beginnen dürfen, weil durch das Urteil nach erster Einschätzung „keine schädlichen Auswirkungen“ zu erwarten seien.

Die Stadt habe alle erforderlichen Genehmigungen erteilt, betont der Projektleiter – auch die Erlaubnis, unter der Werse eine „gerichtete Horizontalbohrung“ vorzunehmen, um die Stromkabel zum Schifffahrter Damm zu verlegen. Ein in Deutschland übliches, geregeltes Verfahren, wie Siepelmeyer sagt; sonst wäre ja jeder Flusslauf ein unüberwindliches Infrastruktur-Hindernis. Die etwa 500 Meter lange und 1,20 Meter tiefe Kabeltrasse bis zur Werse wurde bereits aufgegraben, nachdem die Archäologen ihr Okay gegeben haben.

So geht es nun weiter

Wie geht es weiter, nachdem der Betonturm nun fertig ist? In den kommenden Tagen werden der neue, größere Baukran und die Einzelteile für das Maschinenhaus angeliefert; mit 60 bis 70 Lkw-Lieferungen sei zu rechnen. Wenn das Wetter mitspielt, sollte dieser Bauabschnitt bis Weihnachten abgeschlossen sein. Die Montage der zweiteiligen Rotorblätter setzt sogar noch besseres Wetter voraus, denn die seien nun einmal sehr windanfällig, sollen es ja auch sein. Frühestens Mitte Januar könne man ans Netz gehen.

Die Diskussion um die wegen zu lauter Betriebsgeräusche stillgelegte Anlage am Loevelingloh hat Siepelmeyer genau verfolgt. Mit vergleichbaren Problemen rechnet er nicht, wie er sagt, schließlich handele es sich bei der E 141 um eine getriebelose Anlage: „Es gibt viel weniger drehende Teile, die Lärm verursachen können.“

Baustelle Windrad Haskenau

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  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
  • An der Haskenau zwischen Handorf und Gelmer entsteht derzeit Münsters größtes Windrad. Foto: Matthias Ahlke
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