Eröffnung am 1. Dezember
Zehn Jahre Handorfer Krippenweg

Münster-Handorf -

Am ersten Adventswochenende wird der Handorfer Krippenweg eröffnet. Von der Dyckburgerkirche bis nach Handorf und rund um die St.-Petronilla-Kirche sind Dutzende selbst gebauter Krippen zu sehen.

Dienstag, 27.11.2018, 08:00 Uhr
Schon seit Tagen sind (v.l.) Heiner Schulze-Rötering, Anton Althoff und Peter Freytag neben vielen weiteren Helfern mit dem Aufbau der Krippen beschäftigt. Am Samstag wird der Krippenweg eröffnet.
Schon seit Tagen sind (v.l.) Heiner Schulze-Rötering, Anton Althoff und Peter Freytag neben vielen weiteren Helfern mit dem Aufbau der Krippen beschäftigt. Am Samstag wird der Krippenweg eröffnet. Foto: rhp

Der Krippenweg feiert Geburtstag: Vor zehn Jahren wurde er erstmals aufgebaut – seitdem hat er sich zu einer überregional beachteten Attraktion des Stadtteils entwickelt. Zum elften Mal wird nun am kommenden Wochenende die liebevoll inszenierte Ausstellung eröffnet. Große und kleine, selbst hergestellte und gespendete Krippen werden zu sehen sein.

„Unser Krippenweg erhält wachsende Aufmerksamkeit“, sagt Peter Freytag, der 2008 gemeinsam mit seiner Frau die Idee nach Handorf gebracht hatte. „Wir haben inzwischen auch aus Süddeutschland ein Angebot bekommen.“ Viele Krippen sind selbst gemacht – von der Baumstamm-Krippe bis zur winzigen Flaschenpost. Manchmal würden auch Stücke aus Haushaltsauflösungen oder Erbschaften der bestehenden Sammlung hinzugefügt.

Das Aufbau-Team ist schon seit einigen Tagen mit der Aufstellung beschäftigt. Die Sammlung muss aus den Sommerquartieren herangetragen und teilweise verkabelt werden, auch die Anordnung der Figuren ist anspruchsvoll. Der zweite, stillere Teil des Krippenwegs wird erneut von einer engagierten Gruppe aus Sudmühle aufgebaut: Er führt durch den Boniburger Wald von der Dyckburg-Kirche (wo übrigens die meisten Parkplätze für die Besucher der Ausstellung zu finden sind) bis zur St.-Petronilla-Kirche.

Über 100 Krippen sind es auch in diesem Jahr. Besondere Aufmerksamkeit verdienen jene Exemplare, die Pater Shiju John Jakob Kaniyarkunnel aus Kerala und aus Medjugorje in Indien mitgebracht hat. Auch eine Krippendarstellung aus Guatemala ist zu sehen. Die exotischsten aller ausgestellten Krippenfiguren dürften wohl jene aus fluoreszierendem Material sein, die in der Dunkelheit leuchten.

Handorfer Krippenweg

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  • Rund um die St.-Petronilla-Kirche werden die ersten Exponate des Handorfer Krippenwegs aufgebaut. Foto: rhp
  • Rund um die St.-Petronilla-Kirche werden die ersten Exponate des Handorfer Krippenwegs aufgebaut. Foto: rhp
  • Rund um die St.-Petronilla-Kirche werden die ersten Exponate des Handorfer Krippenwegs aufgebaut. Foto: rhp
  • Rund um die St.-Petronilla-Kirche werden die ersten Exponate des Handorfer Krippenwegs aufgebaut. Foto: rhp
  • Rund um die St.-Petronilla-Kirche werden die ersten Exponate des Handorfer Krippenwegs aufgebaut. Foto: rhp
  • Rund um die St.-Petronilla-Kirche werden die ersten Exponate des Handorfer Krippenwegs aufgebaut. Foto: rhp
  • Rund um die St.-Petronilla-Kirche werden die ersten Exponate des Handorfer Krippenwegs aufgebaut. Foto: rhp
  • Rund um die St.-Petronilla-Kirche werden die ersten Exponate des Handorfer Krippenwegs aufgebaut. Foto: rhp

Jeden Tag werden ab 16 Uhr bis 22 Uhr die meisten Krippen an der St.-Petronilla-Kirche beleuchtet; vor allem Hubert Fröhlich, Hugo Bussmann, Theo Soetkamp haben sich um die Technik gekümmert. Für Kinder dürften die Krippen mit Musik interessant sein: Dreht man an einer Kurbel, ertönt ein Weihnachtslied.

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Eröffnet wird der Krippenweg am kommenden ersten Adventswochenende: Am Samstag (1. Dezember) wird um 18.30 Uhr die Lichtermesse in St. Petronilla gefeiert, das ist der offizielle Beginn. Die Krippen werden bis zum 20. Januar ausgestellt. Auf Wunsch gibt es auch Führungen, die bei Anton Althoff (' 02 51/ 32 58 74) angemeldet werden können. Auch in diesem Jahr öffnet die Weihnachtshütte an der Kirche bei gutem Wetter, samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr und lädt zum gemütlichen Verweilen bei Waffeln und Heißgetränken ein.  

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Kommentar zum Krippenweg: Einsatz für die Heimat

Als 2008 rund um St. Petronilla die ersten 20 Krippen aufgebaut wurden, hätte sich niemand träumen lassen, dass daraus eine solche Tradition werden würde. Der Krippenweg gehört längst zu Handorf wie der Handorfer Herbst. Die Reichweite dürfte wegen langer Ausstellungsdauer und medialer Aufmerksamkeit sogar größer sein.Der Sonntagsausflug ins Dorf der großen Kaffeekannen war früher eine Selbstverständlichkeit; heutzutage müssen es schon besondere Events sein, um Gäste an die Werse zu locken. Umso wichtiger, dass sie so unverwechselbar und heimatlich sind wie der Krippenweg. Mit diesem Pfund kann Handorf wuchern. Es ist in Zeiten stürmischen Strukturwandels wichtiger denn je.Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Erfolg vom Einsatz nimmermüder Enthusiasten abhängt und sich nicht von selbst versteht. Wenn der Krippenweg auch in den nächsten zehn Jahren Bestand haben soll, brauchen die Krippenbauer unbedingt Verstärkung.

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Lukas Speckmann

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