Neue Zufahrt ist freigegeben.
Gut Havichhorst: Abbiegen ohne Risiko

Münster-Ost -

Vier Jahrelang war Gut Havichhorst nur über eine unübersichtliche Einmündung am Schifffahrter Damm zu erreichen. Nun haben die Stiftung Westfälische Landschaft und Grundeigentümer Paul Hovestadt Nägel mit Köpfen gemacht und eine neue Zufahrt gebaut.

Dienstag, 18.12.2018, 08:00 Uhr
Die Zufahrt zum Gut Havichhorst am Schifffahrter Damm (hinten im Bild) wurde am Montag freigegeben (v.r.): Susanne Schulze Bockeloh (Landwirtschaftlicher Kreisverband), Lisa Bogatzki (Gut Havichhorst), Johannes Röring (Stiftung Westfälische Landschaft), Grundeigentümer Paul Hovestadt, Jörg Jacobs (Westfälische Reit- und Fahrschule) und David Rammes (Pferdesportverband Westfalen) durchschnitten das Band.
Die Zufahrt zum Gut Havichhorst am Schifffahrter Damm (hinten im Bild) wurde am Montag freigegeben (v.r.): Susanne Schulze Bockeloh (Landwirtschaftlicher Kreisverband), Lisa Bogatzki (Gut Havichhorst), Johannes Röring (Stiftung Westfälische Landschaft), Grundeigentümer Paul Hovestadt, Jörg Jacobs (Westfälische Reit- und Fahrschule) und David Rammes (Pferdesportverband Westfalen) durchschnitten das Band. Foto: spe

Wer aus Richtung Norden kommt, bemerkt die größte Veränderung zuerst: eine nagelneue Linksabbiegespur! Sie weist vom Schifffahrter Damm zum Gut Havichhorst, und sie ist lang genug für ein Gespann mit Pferdeanhänger. Über vier Jahre lang mussten Linksabbieger unweit dieser Stelle mitten auf dem vielbefahrenen Schifffahrter Damm halten, um zum Gut Havichhorst oder zur Westfälischen Reit- und Fahrschule abzubiegen – und dass es dabei nicht wirklich zu schweren Unfällen kam, erstaunt die Anlieger immer noch.

Die neue Zufahrt wurde am Montag nach etwa einem halben Jahr Bauzeit für den Verkehr freigegeben. „Es ist ein langer Traum der Stiftung Westfälische Landschaft, diese Straße zu bekommen“, sagt Johannes Röring ; der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands ist zugleich Vorsitzender der Direktion der Stiftung, die Gut Havichhorst betreibt. Das Tagungszentrum war nach dem Jahrhundertregen 2014 von der Außenwelt abgeschnitten, weil die Brücke an der Straße Havichhorster Mühle von den Fluten des Edelbachs zerstört worden war. Die direkte Zufahrt zum Schifffahrter Damm mit ihrer unübersichtlichen Ein­mündung musste seitdem als ungeliebtes Provisorium herhalten.

Neue Zufahrt zum Gut Havichhorst

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  • Nach einem halben Jahr Bauzeit wurde die neue Zufahrt zum Gut Havichhorst eröffnet. Sie mündet dem Hessenweg gegenüber in den Schifffahrter Damm. Foto: spe
  • Nach einem halben Jahr Bauzeit wurde die neue Zufahrt zum Gut Havichhorst eröffnet. Sie mündet dem Hessenweg gegenüber in den Schifffahrter Damm. Foto: spe
  • Nach einem halben Jahr Bauzeit wurde die neue Zufahrt zum Gut Havichhorst eröffnet. Sie mündet dem Hessenweg gegenüber in den Schifffahrter Damm. Foto: spe
  • Nach einem halben Jahr Bauzeit wurde die neue Zufahrt zum Gut Havichhorst eröffnet. Sie mündet dem Hessenweg gegenüber in den Schifffahrter Damm. Foto: spe
  • Nach einem halben Jahr Bauzeit wurde die neue Zufahrt zum Gut Havichhorst eröffnet. Sie mündet dem Hessenweg gegenüber in den Schifffahrter Damm. Foto: spe
  • Nach einem halben Jahr Bauzeit wurde die neue Zufahrt zum Gut Havichhorst eröffnet. Sie mündet dem Hessenweg gegenüber in den Schifffahrter Damm. Foto: spe

Die neue, privat finanzierte Zufahrt verändert das Wegenetz in Münster-Ost nicht unerheblich, denn sie mündet genau dem Hessenweg gegenüber in den Schifffahrter Damm; dafür musste parallel zur Bundesstraße eine neue, knapp 400 Meter lange Straße gebaut werden. Aus der Einmündung wird so eine veritable Kreuzung, die künftig mit einer Ampel­anlage gesichert werden soll. Damit wird nicht nur die Einfahrt zu Gut Havichhorst bequemer; gerade für Radfahrer aus Gelmer bietet sich so ein kürzerer und sicherer Weg nach Sudmühle und Handorf an – besonders, wenn der Radweg am Hessenweg, wie längst geplant, bis zum Schifffahrter Damm ausgebaut wird. Die endgültige Fertigstellung der Straßenkreuzung sollte, so hoffen die Initiatoren der Privatstraße, noch im kommenden Jahr erfolgen.

Der städtische Planungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Ausbauplänen des Landesbetriebs Straßenbau NRW zuzustimmen. In der Bezirksvertretung Münster-Ost war dem freilich noch eine handfeste Diskussion vorausgegangen, ob eine Ampelkreuzung auf dem Schifffahrter Damm der Weisheit letzter Schluss sein könne. Manche sprachen sich für einen großen Kreisverkehr aus, andere plädierten für eine Troglösung wie bei der Ortszufahrt Gelmer. Letztlich beugten sich auch die Bezirksvertreter mehrheitlich der Argumentation der Planer, die vor zu großem Flächenverbrauch und zu hohen Kosten warnten.

In einem Punkt konnte sich die BV Ost allerdings durchsetzen: Der ebenfalls vom Landesbetrieb geplante Geh- und Radweg am Schifffahrter Damm wird in einer Breite von drei statt 2,50 Metern ausgebaut. Die zusätzlichen Kosten von 80 000 Euro übernimmt die Stadt.

Kommentar zum Schifffahrter Damm: Beim Ausbau Gas geben

Wer bedenkt, wie lange öffentliche Baustellen auch in Münster andauern, muss neidlos zugeben, dass die privat finanzierte Straße zum Gut Havichhorst, einmal begonnen, in Windeseile fertig war. Die Öffentlichkeit profitiert in jedem Fall davon. Die Zahl gefährlicher Abbiegemanöver auf dem Schifffahrter Damm wird zurückgehen, und die direkten Radverbindung zwischen Gelmer und Handorf freut nicht nur die Schüler des Gymnasiums St. Mauritz.Das politische Geplänkel um den Ausbau der Kreuzung Hessenweg zeigt immerhin, was dem Schifffahrter Damm in den kommenden Jahren noch bevorsteht. Die Planer rechnen mit einer Zunahme des Verkehrsaufkommens um 35 Prozent, wenn die neue Umgehungsstraße erst angeschlossen ist. Bei 24 000 Fahrzeugen täglich wird es für Radfahrer und Fußgänger eng.Umso wichtiger, dass die Stadt aufs Tempo drückt. Ampel und Radweg müssen so schnell wie möglich kommen; das Provisorium hat lange genug gedauert.

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Lukas Speckmann

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