Neujahrsempfang im Pfarrheim
St. Petronilla: Lebendige Gemeinde in schwerer Zeit

Münster-Ost -

Die Gemeinde ist nach wie vor sehr lebendig, aber die Bedingungen werden immer schwieriger. Beim Neujahrsempfang in St. Petronilla wurde unter anderem der neue Gottesdienstplan vorgestellt – der Kürzungen vorsieht.

Mittwoch, 16.01.2019, 08:00 Uhr
Martina Fölling vom Pfarreirat und Pfarrer Jürgen Streuer
Martina Fölling vom Pfarreirat und Pfarrer Jürgen Streuer Foto: rhp

St. Petronilla ist eine lebendige Gemeinde. „Christliche Gemeinschaft und Glaube werden hier auf vielerlei Weise gelebt“, lobte Martina Fölling , die Vorsitzende des Pfarreirates: „Es macht mich stolz, ein Mitglied dieser Gemeinde zu sein!“

Die Zahlen der Jahresstatistik, die Pfarrer Jürgen Streuer beim traditionellen Neujahrsempfangs im Pfarrheim vortrug, waren deutlich. So gab es im vergangenen Jahr 76 Taufen, 59 Kinder gingen zur Erstkommunion, 43 Jugendliche wurden gefirmt, 81 Gemeindemitglieder wurden beerdigt und 52 Ehen wurden geschlossen.

Dennoch, die Zeiten bleiben anspruchsvoll. So stand 29 Kirchenaustritten nur eine einzige Wiederaufnahme entgegen. „Bekommen die Menschen bei uns das, was sie brauchen? Und brauchen die Menschen das, was sie bei uns bekommen?“, fragte Pfarrer Streuer kritisch. Spürbar sei der geringere Gottesdienstbesuch; seit dem 1. Januar gilt deshalb ein neuer Gottesdienstplan. Man will in allen drei Kirchen der Gemeinde künftig mindestens einen Sonntagsgottesdienst anbieten und an allen Werktagen mindestens eine Messe in einer der drei Kirchen feiern. Die Vorabendmesse in St. Petronilla hingegen entfällt künftig – außer bei besonderen Anlässen wie etwa der Lichtermesse zur Eröffnung des auch in diesem Jahr sehr beliebten Krippenwegs.

Unverändert steht auch die Frage nach dem Raumkonzept auf der Tagesordnung. Wie können die zahlreichen Immobilien der Gemeinde effizient genutzt werden? Auch Haus Münsterland, das auf einem Grundstück der Kirchengemeinde steht, wurde thematisiert. Pfarrer Streuer bestätigte, dass konkret über die Zukunft der Immobilie als Gasthaus mit Saalbetrieb verhandelt werde – einen Vertragsabschluss gebe es allerdings noch nicht.

Für das Gemeindeleben seien Menschen wichtig: So werde es künftig mehr Freizeiten geben, aber auch ökumenische Zusammenkünfte mit evangelischen und orthodoxen Christen.

Beim Neujahrsempfang wurden traditionell auch die Neuzugezogenen in der Gemeinde begrüßt.

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