Mitgliederversammlung im Handorfer Huus
TSV-Neubau: Warten auf den Startschuss

Münster-Handorf -

Das Bürgerbad ist bereit für den Neubau – und der TSV? Der auch, die Mitglieder brennen für das Projekt. Nur müsste zuvor die Stadt mit der Einrichtung der Baustelle für die Außenanlagen beginnen. Und das ist noch nicht abzusehen.

Dienstag, 19.03.2019, 08:00 Uhr
Sie hoffen auf einen Baubeginn für die TSV-Sportanlagen noch in diesem Jahr (v.l.): Sportwart Marcel Kramer, der zweite Vorsitzende Philipp Herstelle, die zweite Kassiererin Jessica Bruns, Geschäftsführerin Sybille Vorwerk, der erste Kassierer Stefan Schurmann, Kulturwartin Michaela Ter Vehn, die Jugendwarte Melina Koziak und Jonas Bessmann, Sozialwartin Elke Stollmeier und der erste Vorsitzende Martin Heep.
Sie hoffen auf einen Baubeginn für die TSV-Sportanlagen noch in diesem Jahr (v.l.): Sportwart Marcel Kramer, der zweite Vorsitzende Philipp Herstelle, die zweite Kassiererin Jessica Bruns, Geschäftsführerin Sybille Vorwerk, der erste Kassierer Stefan Schurmann, Kulturwartin Michaela Ter Vehn, die Jugendwarte Melina Koziak und Jonas Bessmann, Sozialwartin Elke Stollmeier und der erste Vorsitzende Martin Heep. Foto: reg

Während sich die Betreiber des Bürgerbads Handorf über die Unterzeichnung der Verträge mit der Stadt und die Aussicht auf einen baldigen Baubeginn freuen, warten die Verantwortlichen des TSV Handorf weiterhin auf ein Signal, wann es mit dem längst vereinbarten Neubau ihrer Sportstätten losgeht. Das berichtete der TSV-Vorsitzende Martin Heep anlässlich der Mitgliederversammlung des Vereins im „Handorfer Huus“: „Es geht einfach nicht vorwärts.“

Die Vereinbarung sieht vor, dass sich der Verein um alle Hochbauten kümmert, die Stadt hingegen die Außenanlagen baut. Der TSV habe bereits im November den Bauantrag gestellt, betont Martin Heep, Jörgen Dreher , der Architekt des neuen Vereinsheims, könnte jederzeit mit den Ausschreibungen beginnen. Das Problem: „Die Stadt muss etwas früher anfangen als wir“, sagt Heep, sonst lasse sich die Baustelle nicht einrichten. Mit rund einem Jahr Bauzeit ist in jedem Fall zu rechnen, ein Beginn noch in diesem Jahr wäre aus Sicht des Vereins ideal: „Aber das wird wohl nicht klappen.“

Bestenfalls stünde bereits Ende 2019 ein neuer Kunstrasenplatz zur Verfügung – dann gäbe es im Winter mehr Trainingsmöglichkeiten. Der große Rasenplatz braucht schließlich langen Vorlauf: Der Rasen muss ein Jahr lang ruhen, bevor er bespielt werden kann. Auch für die TSV-Geschäftsstelle könnte es eng werden, denn der Mietvertrag für die jetzigen Räume an der Handorfer Straße läuft im kommenden Jahr aus. Je früher der Neubau kommt, desto besser.

Die Stimmung im Verein sei jedenfalls gut, das wurde bei der Mitgliederversammlung deutlich: „Alle freuen sich auf den Umzug“, sagt Martin Heep. Nachdem die Leiter aus ihren Abteilungen berichtet hatten, wurden der zweite Vorsitzende Philipp Herstelle, der erste Kassierer Stefan Schurmann und die Sozialwartin Elke Stollmeier einstimmig wiedergewählt. Die neuen Jugendwarte Melina Koziak und Jonas Bessmann wurden von der Versammlung bestätigt, nachdem sie zuvor bereits in der Jugendversammlung einstimmig gewählt worden waren. Sie sind jetzt auch offiziell die Nachfolger von Sarah Lehmkuhl und Nadine Schwarz. Kulturwartin Reinhild Sussyk stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl; Michaela Ter Vehn wurde einstimmig zu ihrer Nachfolgerin gewählt.

Martin Heep bedankt sich bei Reinhild Sussyk.

Martin Heep bedankt sich bei Reinhild Sussyk. Foto: reg

Die Ehrungen langjähriger Mitglieder findet traditionell zu einem späteren Zeitpunkt statt; vorgesehen ist der 28. April. 19 Mitglieder sind seit 25, 40 oder 50 Jahren Mitglied im TSV Handorf. Walter Holub ist sogar schon 1949 eingetreten: Es ist vermutlich erst die zweite Ehrung für 70-jährige Mitgliedschaft in der Vereinsgeschichte, meint Martin Heep. Der Jubilar sei dem Verein nach wie vor sehr verbunden.

Kommentar zum TSV: Schluss mit Warteschleifen

Es sind verschiedene Akteure und verschiedene Projekte, aber letztlich gehören TSV und Bürgerbad zusammen. Beide sind und bleiben Nachbarn, beide ziehen etwa gleichzeitig um und beide planen einen Neubau, an dem sich die Stadt zur Hälfte beteiligt.Und doch sieht es jetzt so aus, als würde das Bürgerbad am TSV vorbeiziehen – weil dessen Betreiber völlig unabhängig auftreten: Mit den unterschriebenen Verträgen in der Tasche können sie sich um die europaweite Ausschreibung kümmern. Die TSV-Planer sind zwar im Prinzip genauso weit, müssen aber darauf warten, dass die vielbeschäftigte Stadtverwaltung zuerst tätig wird. Die Erfahrung lehrt: Das kann dauern. Im schlimmsten Fall Monate und Jahre.Die Stadt tut gut daran, Handorfs Sportprojekte entschlossen gemeinsam voranzubringen. Weitere zermürbende Warteschleifen sind weder den beteiligten Vereinen noch der Handorfer Öffentlichkeit zuzumuten. Die wartet schließlich dringend auf ihr neues Baugebiet, das auf dem jetzigen Sportgelände entstehen soll.

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