Ein Urgestein wird 90 Jahre alt
Alfons Laukötter: Herz und Hand für Handorf

Münster-Handorf -

Alfons Laukötter, Träger der Münster-Nadel und Ehrenmitglied des Heimatvereins Handorf, vollendet sein 90. Lebensjahr. Er gehört zu den „Vätern“ des 2004 eröffneten Heimathauses Handorf.

Mittwoch, 10.04.2019, 06:30 Uhr aktualisiert: 10.04.2019, 06:50 Uhr
Alfons Laukötter an der Theke „seines“ Heimathauses
Alfons Laukötter an der Theke „seines“ Heimathauses Foto: Bette

Er ist ein Handorfer Urgestein und Träger der Münster-Nadel: Alfons Laukötter. Am 10. April vollendet der Handorfer sein 90. Lebensjahr.

Laukötter ist besonders für sein Engagement im Heimatverein bekannt. Das „Raude Krüz“ am Orts­eingang, der Handorfer Ortsstein und der Abbruch von „Bitters Hüsken“ samt dem darauffolgenden Bau des Heimathauses am Kirschgarten waren Projekte nach seinem Geschmack. Zusammen mit Bernhard Wemhoff war Alfons Laukötter die treibende Kraft – und es gibt keinen Stein an diesem Haus, den er nicht in der Hand gehabt hätte.

„Damit hat er Handorf ein bleibendes Geschenk gemacht, an dem niemand vorbei geht, ohne einen Blick darauf zu werfen“, sagt Gerd Bette, der frühere Vorsitzende des Heimatvereins. Die Stadt Münster verlieh Alfons Laukötter 2008 die Münster-Nadel, und der Heimatverein dankte ihm mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft.

Laukötter wurde 1929 am Rande von Handorf als zweites von sechs Kindern in eine politisch unruhige Zeit geboren, er wuchs an der Drostestraße auf. Der Krieg war in dieser Zeit allgegenwärtig, und noch heute weiß er sehr genau, wo die Flakstellungen waren und wo am Rande des Handorfer Flugplatzes V-Waffen montiert wurden. Nach der Schulzeit wurde er Bahnbeamter und war lange Zeit am Bahnhof Raestrup tätig, den er täglich mit dem Fahrrad erreichte.

Neue Aufgaben im Heimatverein

Bei einem Schützenfest lernte er eine junge Dame aus Bochum kennen, die von einer Freundin zum Mitfeiern überredet worden war. 1957 heirateten Alfons und Elisabeth , sehr bald trafen die Kinder Bernd, Beate, Gerlind und Stefan ein, die Leben in das Haus brachten. Also nahm Alfons die Kelle in die Hand und vergrößerte das kleine Haus so, dass drei der vier Kinder hier ebenfalls wohnen, selbst für die fünf Enkelkinder ist Platz genug.

Nach seiner Pensionierung fand Alfons Laukötter eine Fülle neuer Aufgaben im Heimatverein. Noch 88-jährig stieg er für eine Reparatur mit dem Hubwagen aufs Dach. Auch die Freunde des Krippenweges können sich ihre Arbeit ohne seine Mitwirkung kaum vorstellen.

Der 90. Geburtstag wird am Wochenende mit der großen Familie und vielen Freunden im Heimathaus am Kirschgarten gefeiert.

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