Simon Raschke und Anton Fehnker sind im Finale
Jugend forscht: Schüler spüren Spuren im Sand auf

Münster-Handorf -

Deutschlands beste Jungforscher treffen sich im Mai in Chemnitz. Unter ihnen: Simon Raschke und Anton Fehnker vom Gymnasium St. Mauritz. Die beiden sind die „Rippel“-Experten schlechthin.

Samstag, 13.04.2019, 08:00 Uhr
Simon Raschke (l.) und Anton Fehnker vermessen Fahrspuren im Sand, sogenannte Rippel.
Simon Raschke (l.) und Anton Fehnker vermessen Fahrspuren im Sand, sogenannte Rippel. Foto: Thorsten Müller

Simon Raschke und Anton Fehnker vom Gymnasium St. Mauritz wurden beim Landeswettbewerb „ Jugend forscht “ in Leverkusen mit dem ersten Preis in Physik ausgezeichnet. Wie berichtet, nahmen sie im Beisein von Schulministerin Yvonne Gebauer die Urkunde in Empfang.

Die beiden Abiturienten haben laut Mitteilung ihres Lehrers Elmar Knocks das Phänomen „Rippel“ untersucht – das sind die Muster, die sich auf unebenen Schotterpisten durch Autospuren bilden. Dieses Phänomen ist auch unter dem Namen „Waschbrettpiste“ (englisch: „washboard ­road“) bekannt. Die beiden Schüler haben eine Apparatur gebaut, bei der ein Rad im Kreis über eine anfangs ebene Sandfläche läuft. Schon nach wenigen Umrundungen bilden sich zufällig kleine Erhebungen, die dazu führen, dass das Rad darüber springt.

Dort, wo das Rad aufkommt, bildet sich die nächste Unebenheit – und so wird nach und nach die gesamte Bahn gleichmäßig mit sogenannten Rippeln übersät. Anton und Simon haben die Rippel computergestützt vermessen und konnten mathematische Formeln aufstellen, die einen Zusammenhang zwischen der Ausprägung der Rippel und der Masse und Geschwindigkeit des darüber fahrenden Rades herstellen.

Noch sind nicht alle Fragen zur Waschbrettpiste geklärt. Eine Aussage können die beiden allerdings jetzt schon machen: „Die Entstehung der Rippel lässt sich leider nicht verhindern.“ Schlechte Nachrichten also für alle, die auf Schotterstraßen unterwegs sind.

Gute Nachrichten jedoch für Simon Raschke und Anton Fehnker: Sie dürfen am Bundesfinale in Chemnitz teilnehmen. Dort kommen im Mai Deutschlands beste Nachwuchsforscher zusammen.

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