Militärisches Zeremoniell in Handorf
Lützow-Kaserne: Antreten zur Kommando-Übergabe

Münster-Handorf -

Vor drei Jahren verließ die Unteroffiziersschule die Handorfer Lützow-Kaserne, und das Stabs- und Unterstützungsbataillon des Deutsch-Niederländischen Korps zog ein. Mark Steffen Gottschalk war Kommandeur der ersten Stunde – sein Abschied wurde nun feierlich begangen.

Donnerstag, 11.04.2019, 17:40 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 14:58 Uhr
Oberstleutnant Mark Steffen Gottschalk (l.) und Brigadegeneral Rob Querido beim Abschreiten der Front in der Handorfer Lützow-Kaserne.
Oberstleutnant Mark Steffen Gottschalk (l.) und Brigadegeneral Rob Querido beim Abschreiten der Front in der Handorfer Lützow-Kaserne. Foto: Michael Sowa/1GNC

Was zeichnet einen guten Bataillonskommandeur aus? Das können wahrscheinlich nur Soldaten kompetent beantworten. Zivilisten mögen sich mit dem Hinweis begnügen: Oberstleutnant Mark Steffen Gottschalk nahm es gelassen, als ihm ein Soldat Meldung machen musste, versehentlich sein Auto demoliert zu haben . . .

Am Mittwoch übergab Gottschalk nach über drei Jahren das Kommando über das Stabs- und Unterstützungsbataillon des Deutsch-Niederländischen Korps und die Handorfer Lützow-Kaserne an seinen Nachfolger, Oberstleutnant Sebastian Bley . Das wurde gefeiert. Mit großem militärischen Zeremoniell samt Präsentiermarsch und Nationalhymne, einer Tribüne voller Ehrengäste und so herzhaften englischen Abschiedsworten von Brigadegeneral Rob Querido, dass sich der Eindruck aufdrängte: Hier wird ein beliebter Vorgesetzter verabschiedet, der einiges bewegt hat.

Kommandowechsel beim Stabs- und Unterstützungsbataillon des Deutsch-Niederländischen Korps in der Handorfer Lützow-Kaserne: Brigadegeneral Rob Querido (M.) übertrug das Kommando von Oberstleutnant Mark Steffen Gottschalk (r.) auf Oberstleutnant Sebastian Bley (l.).

Kommandowechsel beim Stabs- und Unterstützungsbataillon des Deutsch-Niederländischen Korps in der Handorfer Lützow-Kaserne: Brigadegeneral Rob Querido (M.) übertrug das Kommando von Oberstleutnant Mark Steffen Gottschalk (r.) auf Oberstleutnant Sebastian Bley (l.). Foto: Michael Sowa/1GNC

Nicht zuletzt den anspruchsvollen Umzug des Bataillons von der Blücher-Kaserne in der Innenstadt nach Handorf, wo die Truppe die Heeres-Unteroffiziersschule ablöste und umgehend auf gute Nachbarschaft setzte. Oberstleutnant Gottschalk lobte seine multinationale, schlagkräftige Truppe: In Zeiten des erstarkenden Nationalismus in Europa sei die Zusammenarbeit mit Partnern aus EU und Nato wichtig. Sein Bataillon und das Deutsch-Niederländische Korps seien dabei Vorbilder, hier werde Integration gelebt: „Behaltet das bei. Lernt voneinander, respektiert einander!“ Der frühere grüne Bundestagsabgeordnete und Verteidigungsexperte Winni Nachtwei applaudierte vehement als erster.

Das Stabs- und Unterstützungsbataillon in Handorf mit seinen knapp 300 deutschen und niederländischen Soldaten fungiert als logistischer Dreh- und Angelpunkt des Korps. Seine Soldaten sind speziell dafür ausgebildet, das Hauptquartier zu sichern. Auch die Versorgung mit Verpflegung, Treibstoff, Munition und anderen Gütern wird über das Bataillon sichergestellt. Offenbar mit Erfolg: Vor Kurzem verlieh der kommandierende General Michiel van der Laan der Einheit die „Commanders Coin“ – die größte Auszeichnung, die er im Korps vergeben kann.

Mark Steffen Gottschalk zieht es nach Brüssel, zur deutschen Vertretung beim Nato-Hauptquartier. Auf seinen Nachfolger wartet bereits die erste große Herausforderung: Im Mai und Juni wird das Bataillon an der Nato-Übung „Noble Jump“ in Polen teilnehmen.

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