Samuel Schmitz und Jan Reddig sind erfolgreich
Gymnasium St. Mauritz: Ein Sonderpreis für Klimaschutz

Münster-Handorf -

Vor rund einem Jahr war am Gymnasium St. Mauritz ein Wetterballon aufgestiegen. Samuel Schmitz und Jan Reddig haben dessen Daten ausgewertet – und wurden beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ mit einem ersten Preis ausgezeichnet.

Montag, 06.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 19:22 Uhr
Samuel Schmitz und Jan Reddig aus der Klasse 7b, hier mit Betreuungslehrer Elmar Knocks, errangen einen 1. Platz.
Samuel Schmitz und Jan Reddig aus der Klasse 7b, hier mit Betreuungslehrer Elmar Knocks, errangen einen 1. Platz. Foto: Gymnasium St. Mauritz

Erneuter Erfolg für zwei Schüler des Gymnasiums St. Mauritz: Die beiden Siebtklässler Samuel Schmitz und Jan Reddig wurden beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ in Essen mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit ausgezeichnet. Die rund einjährige Arbeit von Samuel und Jan erhielt nach Angaben der Schule außerdem den „Sonderpreis Klimaschutz“.

Vor rund einem Jahr war an der Schule ein Wetterballon bis in die Stratosphäre in 30 Kilometern Höhe aufgestiegen. Jan und Samuel haben dessen Daten ausgewertet und übersichtlich aufbereitet. Damit erhielten die Schüler Einblicke in die komplexen Vorgänge in der Erdatmosphäre: Die beiden Jungforscher konnten unter anderem die Grenze der unteren Schicht der Atmosphäre bestimmen, die sogenannte Tropopause in rund zehn Kilometern Höhe Dort beginnt die Stratosphäre, in der sich die Ozonschicht befindet. Außerdem haben sie den Verlauf des Luftdrucks gemessen und mit einem theoretischen Modell verglichen.

Für ihr Projekt haben Samuel und Jan Wetterexperten getroffen und sich über deren Arbeit informiert. So haben sie die AG Klimatologie im Institut für Geowissenschaften der Universität Münster besucht und außerdem den Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst in Essen über die Schultern geschaut. Dort starten täglich zwei Wetterballone, deren Daten für die Erstellung von Wetterprognosen wichtig sind. Die durch den Austausch mit den Wetterexperten gewonnenen Erkenntnisse konnten die beiden Gymnasiasten direkt in die Auswertung der Wetterballon-Daten einfließen lassen.

Verknüpft mit den Auszeichnungen ist die Einladung zu einem einwöchigen Forscher-Camp in Schleswig Holstein, bei dem die Schüler ein breites naturwissenschaftliches Angebot erwartet. Sie können dort Kontakte zu anderen Jungforschern knüpfen.

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